Chronik
28.07.2017

Schlepperei ist stark zurückgegangen

Innenminister Sobotka sieht Schwerpunktaktionen der Polizei als Grundlage für den Rückgang der Fälle.

Die Zahl der Schlepper und Geschleppten ist 2016 deutlich zurückgegangen – das geht aus dem aktuellen Schlepperbericht des Innenministeriums hervor. Dennoch: Die Zahlen liegen deutlich über jenen von 2014.

50.848 Personen wurden im Vorjahr aufgegriffen – das ist ein Rückgang von 46 Prozent. Die meisten kamen aus Afghanistan, gefolgt von Syrien und Pakistan. Einen Anstieg gibt es bei Asylwerbern aus Afrika. Die meisten Aufgriffe gab es 2016 in den Bezirken Baden (6475), Neusiedl am See (5502) und Kufstein (5066).

Speziell bei Schleppern hat sich die Zahl stark reduziert. 2016 wurden 249 "identifiziert", im Jahr 2015 waren es noch 1108. "Wir sehen deutlich, dass die Schwerpunktkontrollen im grenznahen Bereich Wirkung zeigen", sagt Innenminister Wolfgang Sobotka. Für 2017 sei "Migration auf hohem Niveau" zu erwarten. Derzeit sollen eine Million Menschen in Libyen auf die Überfahrt nach Europa warten. Als Reaktion wird die internationale Zusammenarbeit verstärkt. Im Bundeskriminalamt wurde das "Joint Operation Office" gegründet, der "verlängerte Arm von Europol".