ID-Austria: Vier Verdächtige nach Phishing-Betrug gefasst
Nach einem Phishing-Betrug wurden vier Verdächtige ausgeforscht (Symbolbild).
Ein Betrugsfall, der eine 63-jährige Salzburgerin im November 2025 um mehr als 55.000 Euro gebracht hat, konnte nun aufgeklärt werden. Wie die Polizei Salzburg bekanntgab, wurden vier Tatverdächtige ausgeforscht und einvernommen. Die Männer werden auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Der Fall begann am 10. November 2025 mit einer SMS: Die Frau wurde darin aufgefordert, ihre ID-Austria zu erneuern, und gab daraufhin teilweise Daten auf einer Website ein, ehe diese nicht mehr verfügbar war.
Frau bestätigte mehrere TAN-Codes
Zwei Tage später wurde die 63-Jährige von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter kontaktiert. Um Vertrauen aufzubauen, nannte der Unbekannte den Namen der Bankbetreuerin der Geschädigten. Im weiteren Verlauf machte der Anrufer auf ungewöhnliche Kontobewegungen aufmerksam und veranlasste die Frau, mehrere TAN-Codes zu bestätigen.
Dadurch wurden mehrere Transaktionen freigegeben, wodurch ein Schaden von über 55.000 Euro entstand. Durch umgehend eingeleitete Sicherungsmaßnahmen konnten 2.600 Euro sichergestellt und der Geschädigten rücküberwiesen werden.
Geldflüsse verfolgt
Im Zuge der Ermittlungen holte die Polizei Bankauskünfte ein und konnte so die Geldflüsse nachvollziehen. Dabei wurde festgestellt, dass der überwiegende Teil der transferierten Beträge bereits innerhalb weniger Stunden nach dem Eingang auf den Empfängerkonten behoben wurde.
Durch die Auswertung und Sicherstellung von Überwachungsvideos wurden zudem zwei stark vermummte Geldabholer festgestellt. Die Inhaber von vier österreichischen Empfängerkonten konnten jedoch ausgeforscht und zum Sachverhalt einvernommen werden.
Vier Männer auf freiem Fuß angezeigt
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen inzwischen 38-jährigen Armenier, einen 27-jährigen Slowaken, einen 22-jährigen Österreicher und einen 19-jährigen Syrer. Alle vier Männer werden auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Erhebungen dauern an.
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