Hunderte goldene Mozarts in Salzburg: Das steckt dahinter
Mini-Mozarts in Salzburg
Zusammenfassung
- In Salzburg sind seit Mittwoch rund 320 goldfarbene, 50 Zentimeter große Mozart-Figuren der Installation „Mozart - das unbezähmbare Genie“ von Ottmar Hörl bis Ende August zu sehen.
- Die Skulpturen zeigen Mozart als Hundefreund und sollen zu seinem 270. Geburtstag seine menschliche Seite hervorheben sowie Kunst im öffentlichen Raum für alle erlebbar machen.
- Der Schwerpunkt der Installation liegt im Mirabellgarten, weitere Figuren stehen im Mozart-Wohnhaus, im Zauberflöten-Häuschen und im Garten des Mozarteums.
Die angekündigten 400 Stück sind es zwar nicht geworden, seit Mittwoch aber sind an mehreren Orten in der Stadt Salzburg rund 320 idente, goldfarbene und 50 Zentimeter große Mozart-Figuren aus Kunststoff ausgestellt.
Die Skulptureninstallation „Mozart - das unbezähmbare Genie“ des deutschen Konzeptkünstlers Ottmar Hörl soll im Auftrag der Internationalen Stiftung Mozarteum Wolfgang Amadeus Mozarts 270. Geburtstag in diesem Jahr würdigen - und Kunst für alle erlebbar machen.
Hörl will mit seinen Figuren die menschliche Seite des Komponisten stärker ins Blickfeld rücken und mit den Skulpturen Mozarts Verbundenheit zu Tieren hervorheben
Wo die Figuren zu sehen sind
Die Mini-Amadeusse zeigen alle „Wolferls“ linke Hand liebevoll und behutsam auf dem Kopf einer Hündin liegen, die sich eng an seine Seite schmiegt. „Nicht nur Musik spielte bei der Familie Mozart eine große Rolle, sondern auch der geliebte Vierbeiner namens Pimperl. Im Briefwechsel der Familie wird der vierbeinige Freund dutzende Male erwähnt“, sagte Hörl zur Eröffnung der Ausstellung.
Das Gros seiner Figuren bevölkert zwei schmale Rasenflächen im Bereich der Bastion und des Museumspavillons im Mirabellgarten. Kleinere Abordnungen tummeln sich im Tanzmeistersaal im Mozart-Wohnhaus, im Zauberflöten-Häuschen und im Garten des Mozarteums. Die Installation solle Impulse setzen, zum Diskurs einladen, Menschen miteinander ins Gespräch bringen und Menschen und Orte verbinden, betonte Hörl.
„Wir wollen Mozart mit zeitgenössischem Kunstschaffen verbinden, denn sein Werk und seine Persönlichkeit sind weiterhin eine Quelle der Inspiration und ein Impulsgeber für nachfolgende Künstlergenerationen“, erläuterte auch Linus Klumpner, Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum. „Eine Besonderheit des aktuellen Projekts ist, dass es nicht nur in den Museen stattfindet, sondern auch den öffentlichen Raum bespielt.“
Klumpner sprach von einer einzigartigen Gelegenheit, Gäste aus aller Welt auch außerhalb der Museumsräume für Mozart zu begeistern.
Der für seine Scharen von Mini-Figuren bekannte Ottmar Hörl, Jahrgang 1950, zählt zu den führenden europäischen Konzeptkünstlern. Nach 10.000 Bären Unter den Linden in Berlin, 7.000 Dürer-Hasen in Nürnberg oder 1.250 Gartenzwergen im bayerischen Straubing, die alle ihren rechten Arm zum Hitlergruß ausgestreckt haben, ist von ihm aktuell auch ein 2,5 Meter hoher und 3,7 Meter langer pinkfarbener Dürer-Hase auf dem Vordach der Albertina in Wien zu sehen.
Produziert wurden übrigens dann doch mehr als die 320 ausgestellten Mini-Mozarts, wohl auch als Reserve. Denn der Künstler rechnet durchaus damit, dass die eine oder andere Figur als Souvenir aus dem Mirabellgarten verschwinden wird.
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