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Aufwühlender Mozart mit Rudolf Buchbinder und der Camerata Salzburg

Rudolf Buchbinder und die Camerata Salzburg musizierten mit Kristallklang und Dramatik im Konzerthaus.
Ein Pianist spielt konzentriert auf einem Steinway-Flügel, begleitet von einem Orchester mit Streichern.

 Der Pianist Rudolf Buchbinder stellt mit seinen Interpretationen immer wieder klar: Mozart braucht keine musikalischen Exzesse, um aufzuwühlen. Das ließ er mit den Wiener Symphonikern im März im Konzerthaus hören. Das war mit der Camerata Salzburg nicht anders.

Auch hier übernahm er vom Klavier aus die Leitung von drei Mozartklavierkonzerten. Wenige Gesten, knappe Blickwechsel reichten, um Akzente zu setzen. Diese Partner eint ihr klarer Blick auf Mozart. Das war bei den drei Klavierkonzerten, in Es-Dur KV 271, C-Dur KV 503 und d-Moll KV 466 zu hören. Das erste, das „Jeunehomme“, hoben sie forsch, erfrischend an. Buchbinder ließ den Kristallklang des Steinway-Flügels aufblitzen. Jedem Konzert fügte er andere Kadenzen hinzu. Zu Beginn die des Komponisten. Beim C-Dur-Konzert naturgemäß seine eigenen. Subtil verwies er beim Konzert in d-Moll auf das Visionäre Mozarts. Den einleitenden Passagen verlieh er durch ein Vorwärtsdrängen etwas Unbedingtes. Atemberaubend kehrte er das Dramatische an den Tasten hervor.

Nicht nur "schön"

Bei der „Romance“ reichten Nuancen, um die Tiefe des oft nur als „schön“ beschriebenen Satzes spüren zu lassen. Fulminant intonierte er Beethovens Kadenzen. Ovationen für diese aufwühlende Mozart-Interpretation. Mit einer Gesamt-Einspielung von dessen Klavierkonzerten in dieser Kombination ließe sich doch Buchbinders 80. Geburtstag im Dezember ideal feiern.Susanne Zobl

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