Chronik
05.01.2018

"Palästinensische Jugend" erntet heftige Kritik

Am Samstag findet eine Demonstration für die Freilassung einer Palästinenserin am Stephansplatz auf. Für Aufregung sorgte im Vorfeld ein Videoclip, der als antisemitisch betrachtet wird.

Mitte Dezember wurde die 16-jährige Ahed Tamimi im Westjordanland verhaftet, weil sie israelische Soldaten zunächst provoziert und dann geschlagen hatte. Der KURIER berichtete. Das Mädchen, das mit ihren Provokationen seit Jahren als YouTube-Star gefeiert wird, muss sich nun vor einem Militärgericht verantworten.

Weltweit demonstrieren pro-palästinensische Gruppen für ihre Freilassung. In Wien rufen der Verein Dar Al Janub und die "Palästinensische Jugend Österreich" für morgen, Samstag, zu einer Demonstration am Stephansplatz auf. Doch die Veranstalter sind in den vergangenen Tagen selbst in die Kritik geraten.

Grotesker Clip

Die "Palästinensische Jugend Österreich" sorgte mit einem Clip für Aufregung, den die Organisation auf Twitter geteilt hat. Darauf zu sehen sind zunächst zwei Männer – einer als US-Präsident Donald Trump verkleidet, einer als orthodoxer Jude mit Schläfenlocken und Kippa. Letzterer "zieht die Fäden" hinter Trump, bis ein Araber mit Palästinenser Kufiya kommt und den Juden-Darsteller an den Schläfenlocken zieht und ohrfeigt.

Mehrere Organisationen und Twitter-User werfen der Palästinensischen Jugend Antisemitismus vor.

LINK: Das gesamte Video finden Sie hier auf Facebook