Hoffnung für Luchse: Jungtiere nahe italienisch-österreichischer Grenze geboren

Ein Luchs streift durch eine Wiese
Die Mutter der zwei Jungtiere war im vergangenen Jahr nahe der italienisch-österreichischen Grenze freigelassen worden.

Es gibt Hoffnung für eine Zukunft der Luchse in den Alpen.

Das beweist die Geburt von zwei Jungtieren durch Talìa, einer der drei weiblichen Eurasischen Luchse, die im Mai 2023 im Rahmen des ULyCA2-Projekts (Urgent Lynx Conservation Actions) in Tarvis nahe der italienisch-österreichischen Grenze freigelassen wurden.

In den vergangenen Tagen haben Experten des "Lynx Italy Projects" sowie Freiwillige den Nachwuchs von Talìa dokumentiert, die sich in den slowenischen Alpen niedergelassen hatte, so der WWF am Dienstag. Dank ihres Funkhalsband war es möglich, die beiden Jungen zu lokalisieren.

Lebensfähige Population

Die genetischen Proben der Jungtiere werden zur Identifizierung des Vaters des Wurfes beitragen und es ermöglichen, ihre Bewegungen in den nächsten Jahren zu verfolgen. Das Projekt ULyCA2, das vom WWF aktiv unterstützt wird, zielt darauf ab, die kleine Luchspopulation in den östlichen Alpen zu stärken, mit dem Ziel, auch in Italien eine lebensfähige Population zu schaffen. 

"Die Nachricht von der Geburt der beiden Jungtiere bestätigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist", so der WWF.

Wiederansiedlungsprojekte

Dank in den 1970er-Jahren begonnener Wiederansiedlungsprojekte ist der Eurasische Luchs wieder in den Alpen beheimatet. Die Bestände in Österreich sind nach wie vor klein und zerstückelt. Die maximal 35 bis 40 heimischen Luchse leben in kleinen, voneinander isolierten Populationen. Ihr Lebensraum wird massiv zerschnitten, daher gibt es kaum Nachwuchs.

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