Hydrologe warnt vor Wassermangel: „Kann noch knapp werden“
Die anhaltende Trockenheit in Österreich hat sich laut Hydrologe Günther Plöschl von der TU Wien im Juli noch einmal verschärft. „Dieses Jahr ist jetzt noch trockener als das Trockenjahr 2003“, sagte er in der „ZiB2“.
Als Gründe nannte Plöschl einerseits den Klimawandel, andererseits natürliche Schwankungen in der Atmosphäre. Neben fehlendem Niederschlag verschärfe auch die Hitze die Lage: „Zusätzlich trägt die hohe Verdunstung dazu bei, dass der geringe Niederschlag, ein bisschen Niederschlag, der fehlt, noch zum großen Teil verdunstet.“
Wasser und Waldbrandgefahr
Beim Trinkwasser sei die Lage zwar bisher „knapp, aber nicht so dramatisch“ gewesen. Das könne sich aber ändern. „Es kann in den kommenden Wochen noch knapp werden, weil die Prognosen ja nicht so gut aussehen.“
Besonders hoch sei derzeit die Waldbrandgefahr. Die Böden seien „trockener noch als im Jahr 2003“. Deshalb brauche es große Vorsicht in Wäldern und auf Feldern.
Mehr Verdunstung
Trotz der aktuellen Lage bleibe Österreich grundsätzlich ein wasserreiches Land. Gleichzeitig beobachtet Plöschl einen Trend zu häufigeren Trockenperioden. „In den letzten Jahrzehnten hat die Verdunstung um 17 Prozent zugenommen.“
Auch die Energieversorgung sei betroffen. Bereits 2003 hätten Kraftwerke wegen niedriger Wasserstände abgeschaltet werden müssen. Das sei ein Risiko wasserabhängiger Kühlsysteme.
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