Chronik | Österreich
19.12.2017

Wohl keine Weißen Weihnachten in Landeshauptstädten

Das vorweihnachtliche Wetter bringt Wind, Sonne und Regen.

Wer heuer in Österreich Weiße Weihnachten erleben möchte, sollte einen Aufenthalt in etwas höher gelegenen Orten erwägen. Mit einer Schneedecke kann man laut Thomas Wostal von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) nämlich erst ab etwa 800 Metern Seehöhe rechnen. Für die Landeshauptstädte stehen die Chancen auf die weiße Pracht wie meistens eher schlecht.

Beste Chancen in Innsbruck

Für eine eindeutige Prognose für Weihnachten sei es zwar noch zu früh, doch in Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Bregenz wird es wohl grün bleiben: Die Chancen auf eine Schneedecke seien dort gleich Null. In Wien, Eisenstadt und St. Pölten liege nur mit einer Wahrscheinlichkeit von fünf Prozent am 24. Dezember 2017 Schnee, so Wostal. Die Innsbrucker können dieses Jahr mit 30 Prozent noch am ehesten auf Weiße Weihnachten hoffen. Statistisch gesehen schneit es in den Landeshauptstädten generell selten am 24. Dezember, im Durchschnitt nur alle drei bis fünf Jahre.

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Im Gegensatz zu Orten wie Ramsau, Obertauern und Lech, wo die Schneedecke auch heuer praktisch fix ist, wird es in niederen Lagen "wie oft ein perfekt getimtes Weihnachtstauwetter geben", kündigte Wostal an. Ab Freitag überwiegen in den meisten Teilen Österreichs die Wolken und es wird auch verbreitet regnen. Am Samstag wird es zunächst stürmisch, der lebhafte Wind beruhigt sich aber bis zum Weihnachtstag wieder.

Kalter Mittwoch

Auch die kommenden Tage werden im Großteil des Landes windig, Sonne und Regen wechseln sich ab. Rechtzeitig vor dem Heiligen Abend beruhigt sich der Sturm.

Am Mittwochvormittag schneit es besonders entlang der Alpennordseite regional noch etwas. Sonst fallen nur örtlich ein paar Schneeflocken. Oft ist es trocken und im Süden scheint länger die Sonne. Im Tagesverlauf wird es auch im Westen teilweise sonnig. Im Norden und Osten lockern die Wolken erst am Nachmittag örtlich auf. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest. Die Frühtemperaturen werden mit minus neun bis null Grad sehr kalt, tagsüber steigen die Temperaturen auf minus eins bis plus vier Grad.

Glatteisgefahr in Alpengebieten

Im Süden scheint am Donnerstag anfangs noch teils die Sonne. Sonst ist es stark bewölkt oder bedeckt und von Nordwesten her breiten sich Niederschläge aus. Anfangs kann es noch teils bis in tiefe Lagen Schneefall oder Schneeregen geben. Vor allem inneralpin besteht in der Früh örtlich auch Glatteisgefahr. Tagsüber regnet es aber in den Niederungen, die Schneefallgrenze steigt auf 500 bis 1.100 Meter.

Der Wind weht mäßig, im Wienerwald tagsüber oft lebhaft aus westlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen reichen von minus zwei bis plus zwei Grad, im Süden und in manchen Alpentälern fallen sie gebietsweise unter minus fünf Grad. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen ein bis sieben Grad.

Vor Weihnachten wird es warm

Am Freitag überwiegen im Großteil des Landes die Wolken und dazu regnet es auch recht verbreitet, am meisten in den Nordstaulagen. Schnee fällt erst oberhalb von rund 700 Metern im Mostviertel bis 1.400 Metern Seehöhe im Westen. Weitgehend trocken und auch aufgelockert bewölkt bleibt es im Süden. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. In der Früh hat es minus vier bis plus fünf Grad, tagsüber zwei bis acht Grad.