Fälle und Aufklärung: Minister stellt Kriminalstatistik vor

© APA/dpa/Armin Weigel / Armin Weigel

Chronik Österreich
01/21/2020

Wiener Suchtberater in Kärnten als Drogenkurier festgenommen

Zwei Drogenringen wurde der Handel mit 22 Kilogramm Heroin im Straßenverkaufswert von 1,3 Millionen Euro nachgewiesen.

Die Polizei hat am Montag in Kärnten einen Suchtberater aus Wien als Drogenkurier festgenommen. Laut Polizei hatte der Mann mehrere Kilogramm Heroin aus Slowenien nach Kärnten geschmuggelt. Am Dienstag wurde auch bekannt, dass die Polizei bereits im Vorjahr zwei Drogenringe ausgehoben hatte, die mit 22 Kilogramm Heroin im Wert von 1,3 Millionen Euro gehandelt hatten.

Der Suchtberater soll für einen der Ringe tätig gewesen sein. Im August 2019 wurden die zwei unabhängig voneinander agierenden Drogenringe im Bezirk Völkermarkt ausgehoben. Damals wurden sechs Hausdurchsuchungen durchgeführt und fünf Personen festgenommen. Das Heroin wurde in der Zeit von April 2018 bis Juni 2019 eingekauft und in Kärnten weiterverkauft.

Sozialbetrug

Die Bosse der beiden Ringe sollen ein 31-jähriger Kroate, der bereits wegen anderer Suchtgiftdelikte in Haft ist, und ein 32-jähriger Kärntner, der seit September 2019 im Gefängnis sitzt, sein. Wie Rudolf Stiff vom Bezirkspolizeikommando Völkermarkt sagte, waren die Ermittlungen mit den Hausdurchsuchungen im vergangenen Sommer nicht abgeschlossen, aus kriminaltaktischen Gründen wurde der Zugriff damals nicht publik gemacht.

Die Ermittlungen führten schließlich zu dem 35-jährigen Wiener, der als Sozialarbeiter bei einer Drogenberatungsstelle tätig war. Er soll mehrmals als Drogenkurier für den 32-Jährigen unterwegs gewesen sein und mehrere Kilo Heroin von Slowenien nach Kärnten gebracht haben.

Gegen den 32-Jährigen wird außerdem wegen Sozialbetruges ermittelt. Er steht im Verdacht, rund 11.000 Euro Sozialleistungen zu Unrecht bezogen zu haben, weil er angegeben hatte, keine Einnahmen gehabt zu haben: "Aber durch die illegale Tätigkeit aus den Drogengeschäften hat er sehr wohl ein Einkommen gehabt", sagte Stiff.

Insgesamt liefen vorerst noch die Ermittlungen gegen rund 60 Personen, die Abnehmer der Drogenringe oder als Subdealer tätig waren.

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