Nachtclub-Betreiber und Discos wollen endlich wieder aufsperren

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
07/15/2021

Wieder Corona-Cluster in Nachtlokal befürchtet

Diesmal in Grazer Diskothek: Infizierte Frau befand sich Samstagabend in dem Lokal, Behörde sucht nach Gästen.

von Elisabeth Holzer

Nun könnte sich auch in Graz ein Corona-Cluster entwickeln - erneut ausgehend von der Nachtgastronomie: Wie das Grazer Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilte, hielt sich eine infizierte Frau Samstagabend in einer Diskothek in der Landeshauptstadt auf.

350 weitere Gäste waren laut Amtsleiterin Eva Winter ordnungsgemäß registriert, doch da die Registrierungspflicht des Bundes bekanntlich Lücken aufweist - so muss sich nur eine Person einer Gruppe anmelden - sucht die Behörde nun nach möglichen weiteren, namentlich nicht bekannten Besucherinnen und Besuchern.

"Sehr ansteckend"

Wer am Samstag, 10. Juli, zwischen 20.30 und 00.30 Uhr in der Diskothek "Heart" war, wird vom Gesundheitsamt ersucht, sich zu melden - und zwar rasch: "Wir gehen davon aus, dass die junge Frau bereits sehr ansteckend war", warnt Amtsleiterin Eva Winter. "Wer an diesem Abend in der Disco war, sollte daher einen PCR-Test machen, um zu verhindern, dass weitere Menschen angesteckt werden."

Die namentlich bekannten Gäste wurden bereits vom Grazer Contact-Tracing-Team informiert, sie müssen nun PCR-Tests machen und bis zu dessen negativem Ergebnis als K1-Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, so sie nicht vollständig immunisiert sind (also beide Teilimpfungen haben bzw. als genesen gelten). Diese Vorgabe wurde wegen der ansteckenderen Delta-Variante Ende Juni entsprechend adaptiert.

Erst zu Wochenbeginn wurde ein ähnlich gelagerter Fall aus der Weststeiermark bekannt: In der Disco "Almrausch" in Lannach hielt sich ein infizierter Mann auf. Es gab 380 Registrierungen von Gästen, doch die Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg geht schon wegen der Größe des Lokals von „einer deutlich höheren Anzahl“ aus, wie Behördenleiter Helmut-Theobald Müller betonte, nämlich „fast 1.000 Menschen. Da ist es umso wichtiger, sich schnell zu melden und testen zu lassen.“ Landessanitätsdirektorin Ilse Groß warnte davor, dass sich das Virus sonst „schneeballmäßig“ ausbreiten könnte.

Kärnten will bei Registrierung bleiben

Ist die Registrierung jetzt schon lückenhaft, könnte sie ab kommender Woche völlig wegfallen: Das gehört zu den weiteren Lockerungen der Bundesregierung ab 22. Juli. Wobei die Kärntner Landesregierung, die derzeit mit einem Gastronomie-Cluster mit zehn Infizierten aus sieben Betrieben in Velden hadert, eventuell daran festhalten will. Das sei „anzudenken“, kündigte Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) vor Kurzem an: „Im Ernstfall ist das ein einfaches Instrument mit großer Wirkung."

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