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© APA/HELMUT FOHRINGER

Wetter
01/08/2017

Wie wird das Wetter in der kommenden Woche?

Abgesehen von den "Dreitausendern" Sonnblick und Brunnenkogel, auf deren Gipfel mit 17 Grad minus die Tiefstwerte der vergangenen Nacht registriert wurde, war die Kärntner Bezirksstadt Hermagor mit minus 14,8 Grad der Kältepol Österreichs. In Istanbul wurde mehr als 600 Flüge gestrichen.

Die extreme Kälte ist vorbei, es bleibt aber winterlich. Das geht aus dem Wettertrend der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vom Sonntag hervor. Am Donnerstag bewegen sich die Tageshöchstwerte ausschließlich im Plusbereich, in der Nacht und teilweise auch tagsüber droht Glatteis (siehe unten mehr).

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An der Alpennordseite zwischen dem Salzkammergut und dem westlichen Niederösterreich schneit es am Montag zeitweise noch etwas, wobei sich das Schneefallgebiet langsam auf einzelne Nordstaulagen zurückzieht. Mit ein paar dichteren Wolken kann es auch im Norden noch strichweise etwas schneien. In den übrigen Landesteilen scheint die Sonne oft länger ungestört. Der Wind weht schwach bis mäßig, am Alpenostrand und in Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes teils auch lebhaft aus Nordwest bis Nord. Frühtemperaturen minus 14 bis minus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen minus fünf bis plus vier Grad.

Strahlender Sonnenschein

Am Dienstag halten sich vor allem im Osten, im Donauraum und regional im Süden tief liegende Wolken und Hochnebelfelder zäh. Sonst gibt es oft strahlenden Sonnenschein. Am Nachmittag macht sich allerdings von Westen her eine Störungszone bemerkbar. Sie bringt einige stärkere Wolken, zum Abend im äußersten Westen auch erste leichte Schneefälle. Der Wind weht meist nur schwach, nur im Osten frischt mäßiger Südostwind auf. Frühtemperaturen minus 16 bis minus acht Grad, Tageshöchsttemperaturen minus sieben bis plus zwei Grad.

Am Mittwoch halten sich im Bergland im Westen zunächst ein paar tief liegende Wolkenfelder, aus ihnen können auch ein paar Schneeflocken fallen. Über den Niederungen kann es zunächst etwas Nebel oder Hochnebel geben. Tagsüber scheint aber dann zumindest zeitweise die Sonne. Am Nachmittag ziehen mit einer Störungszone von Nordwesten her wieder dichte Wolkenfelder auf. Abends setzt leichter Schneefall ein, dieser geht in der Nacht aber mehr und mehr in Regen über. Dabei besteht verbreitet Glatteisgefahr. Der Wind weht tagsüber nur schwach bis mäßig aus Südost bis West und frischt in der Nacht teils kräftig auf. Frühtemperaturen minus 15 bis minus zwei Grad, Tageshöchsttemperaturen minus fünf bis plus drei Grad.

Kaltfront am Freitag

An der Alpennordseite bleiben die Wolken auch am Donnerstag dicht und es regnet immer wieder. Abseits der Staulagen hingegen klingen die Niederschläge oft schon in den frühen Morgenstunden ab, stellenweise besteht aber noch Glatteisgefahr. Tagsüber scheint dann zeitweise die Sonne, am Nachmittag nimmt die Schauertätigkeit wieder zu. Weitgehend trocken bleibt es nur im Süden. Schneefallgrenze liegt bei 500 bis 1.000 Metern Seehöhe. Der Westwind bläst mäßig bis lebhaft. Frühtemperaturen je nach Wind minus zehn bis plus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen zwei bis sechs Grad.

Am Freitag bringt eine Kaltfront verbreitet dichte Wolken und Niederschläge. Zunächst liegt die Schneefallgrenze noch zwischen 500 und 800 Metern. Bald schneit es aber wieder bis in tiefe Lagen. Der Westwind frischt lebhaft, im Westen auch kräftig auf. Frühtemperaturen minus sechs bis plus ein Grad, Tageshöchsttemperaturen null bis vier Grad.

Kalt, kälter minus 26 Grad

In Tannheim in Tirol und Radstadt in Salzburg, wo in der Nacht auf Samstag auf minus 26 Grad gemessen wurden, herrschten in der Nacht auf Sonntag mit minus 4,9 und minus 10,9 Grad vergleichsweise milde Temperaturen.

Abgesehen von den "Dreitausendern" Sonnblick und Brunnenkogel, auf deren Gipfel die ZAMG mit 17 Grad minus die Tiefstwerte der vergangenen Nacht registrierte, war die Kärntner Bezirksstadt Hermagor mit minus 14,8 Grad der Kältepol Österreichs. Dann folgten laut ZAMG-Messungen Mönichkirchen in Niederösterreich mit minus 13,7 und Weitensfeld in Kärnten mit 13,6 Grad.

Auch in Salzburg - zwei Nächte in Folge kälteste Landeshauptstadt mit einem Tiefstwert von 18 Grad minus - sind die Temperaturen kräftig gestiegen: in der vergangenen Nacht auf knapp acht Grad minus.

Dafür fiel in den Salzburger Gebirgsgauen und im angrenzenden Bezirk Kitzbühel in Tirol der meiste Schnee: Bis 7.00 Uhr früh registrierte die ZAMG einen Viertelmeter Neuschnee in Fieberbrunn und jeweils 20 Zentimeter in Krimml und Badgastein. Gut 20 Zentimeter Schnee fielen auch in Lunz in Niederösterreich.

Aus eiskalten Gewässern gerettet

In Niederösterreich sind am Samstag zwei Männer bei Minustemperaturen aus eiskalten Gewässern gerettet worden. Beide wurden unterkühlt in Krankenhäuser eingeliefert, berichteten die Landespolizeidirektion und das Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.

In Schmidsdorf in der Gemeinde Payerbach (Bezirk Neunkirchen) wurde am Samstagvormittag ein offensichtlich verwirrter Mann aus einem Bachbett geborgen. Die Temperatur hatte laut Polizei minus sieben Grad betragen. Der 67-Jährige wurde mit einer starken Unterkühlung ins Landesklinikum Wiener Neustadt eingeliefert. Er hatte das Bachbett nach Polizeiangaben wegen der steilen Böschung nicht mehr selbstständig verlassen können, wurde von einem Passanten und vom Rettungsdienst vorerst gesichert und schließlich mittels eines Abschleppseiles aus dem Wasser geholt.

In Atschreith in der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs wurde ein 60-Jähriger am Samstagabend aus einem teilweise zugefrorenen Fischteich gerettet. Der Mann war laut Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten bei minus zehn Grad Außentemperatur und dichtem Schneefall ins eiskalte Wasser gestürzt. Ersthelfer brachten den Verunglückten zunächst in eine Hütte, um ihn zu wärmen. Vom Roten Kreuz wurde der 60-Jährige dann mit einer Unterkühlung ins Landesklinikum Waidhofen an der Ybbs eingeliefert. Wie es zu dem Unfall kam, war Gegenstand von Ermittlungen.

Kärntner beinahe erfroren

Ein 20-jähriger Kärntner ist am Dreikönigstag nahe der Drau beinahe erfroren. Ein Passant hörte Stunden nach dem Sturz des Mannes seine Hilferufe und rief die Einsatzkräfte. Der junge Mann wurde in steilem Gelände gefunden und war bereits stark unterkühlt. Die Rettung brachte ihn in das Klinikum Klagenfurt, teilte die Polizei mit.

Der 56-Jährige aus Lambichl hatte gegen 8.45 Uhr vom Südufer der Drau auf Höhe Strau (Bezirk Klagenfurt-Land) Hilferufe aus Richtung des Hollenburger Hafens am Nordufer gehört. Er rief die Polizei und diese kämpfte sich zusammen mit der Feuerwehr durch etwa 500 Meter steiles Ufergelände, bis sie den 20-Jährigen aus Weizelsdorf in einer nicht einsehbaren Schlucht entdeckten. Der Mann sagte, er sei gegen 5.00 Uhr auf der Straße oberhalb des Hafens ausgerutscht und in die Schlucht geschlittert.

Mehrere Flüge ausgefallen

Heftiger Schneefall hat in der türkischen Millionenmetropole Istanbul zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Au dem Flughafen Atatürk, dem größten der Türkei, seien die Inlandsflüge bis zum frühen Sonntagabend eingestellt worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Auch zahlreiche internationale Verbindungen wurden gestrichen. Nach Angaben von DHA waren insgesamt mehr als 600 Flüge betroffen.

Der zwischenzeitlich eingestellte Schiffs- und Fährverkehr auf dem Bosporus wurde dagegen wieder aufgenommen. Wegen schlechten Wetters kam es in mehrere Stadtteilen Istanbuls zu Stromausfällen.

Eine Kaltfront hatte am Freitag zu einem Temperatursturz in Istanbul geführt. Am Freitagabend setzten dann Sturm und heftiger Schneefall ein. Der Straßenverkehr in der hügeligen Stadt kam zeitweise zum Stillstand. Der Wind legte sich am Sonntag etwas, es schneite jedoch weiter. Der dichte Schneefall sollte Anfang der Woche noch anhalten.

Minus 28,5 Grad in Moskau

Auch in Moskau sorgen die Temperaturen weiter für sibirische Wintergefühle. Im Zentrum der russischen Hauptstadt zeigte das Thermometer in der Nacht auf Sonntag bis zu minus 28,5 Grad an. In der Ortschaft Klin nordwestlich von Moskau wurden 35,9 Grad unter Null gemessen, wie die Agentur Tass meldete.

Nach Einschätzung von Meteorologen sind die Temperaturen zwölf bis 15 Grad niedriger als gewöhnlich in dieser Jahreszeit. Die prognostizierten minus 40 Grad blieben jedoch zunächst aus. An den Moskauer Flughäfen Scheremetjewo und Domodedowo fielen am Sonntag mehr als 80 Flüge aus. Anfang der Woche soll es Vorhersagen zufolge wieder wärmer werden.

In der Nacht auf Samstag, zum orthodoxen Weihnachtsfest, war mit fast minus 30 Grad die tiefste Temperatur seit Winterbeginn gemessen worden. Das hatte den Russen die frostigste Weihnacht seit Jahrzehnten beschert. Der Kälterekord für den orthodoxen Heiligen Abend in Moskau liegt bei minus 34,8 Grad im Jahr 1891, die Höchsttemperatur wurde 2007 mit plus 3,5 Grad gemessen.

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