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Chronik Österreich
01/21/2019

Tourismus: Ideale Bedingungen für Wintersportler

Die Schneemassen sorgen für zusätzliches Interesse neuer Gäste an den Wintersportregionen.

von Elisabeth Holzer

Die Probleme, die der viele Schnee verursachte, sind beiseitegeschafft. Die meisten Straßensperren sind aufgehoben, Wintersportorte gut erreichbar, die Katastrophenstimmung ist passe. Allmählich fangen Touristiker an, sich über die Bilder von Schneebergen zu freuen.

„Die Berichterstattung, die ja nicht immer so positiv war in der vergangenen Tagen, hat jetzt doch etwas Positiv“, meint Gernot Hörwertner von SalzburgerLand-Tourismus. „Für die spätere Saison gibt es vermehrt Buchungen.“ Dank der Schneelage dürfte Skifahren bis in die heuer späten Osterferien Mitte April, wenn nicht gar bis 1. Mai möglich sein, etwa in Obertauern da sind dann auch schon die Freibäder offen.

Doch vor den Osterferien stehen die klassischen Skiurlaube an. Gestaffelt ab 4. Februar geht es los mit den Semesterferien. Wien und Niederösterreich starten, danach folgen ab 11. Februar Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und das Burgenland. Den Abschluss machen Oberösterreich und die Steiermark eine Woche darauf.

Bilder locken

Obwohl die Wetterlage 14 Tage lang dramatisch war, seien künftige Gäste nicht abgesprungen. „Mit der Buchungslage in Salzburg sind alle sehr zufrieden“, versichert Hörwertner. Ähnlich sieht das Mathias Schattleitner in der Region Schladming-Dachstein: Die „Lange-im-Voraus-Planer“ hätten längst gebucht, aber auch er bemerkt gerade wegen der Schneelage vermehrt zusätzliche Anfragen. „Der Neuschnee hat auch viele Neu-Interessierte nach sich gezogen, die auf die Winterlandschaft ansprechen, die so schön ist wie lange nicht.“

Ernst Kammerer vom Ausseerland-Salzkammergut bestätigt das. „Freie Zimmer sind noch verfügbar. Aber mit dem Einwirken der nun schönen Bilder kommen verstärkt Anfragen, die in den vergangenen beiden Wochen gefehlt haben.“

Der Süden wird weiß

Bleibt noch die Frage: Wie wird das Wetter? Für die Semesterferien kann Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst UBIMET noch keine Antwort geben. „Das ist zu weit weg, das wäre raten.“ Aber nimmt man die kommende Woche als Referenz schaut es günstig aus.

Ein weiteres markantes Tief ist zwar auf dem Weg, aber diesmal aus Südost und nicht wie zuletzt aus Nordwest. Das könnte dem großteils schneelos gebliebenem Süden ab Mittwoch, spätestens Donnerstag, eine Schneedecke bringen, der schon gut versorgte Norden geht diesmal leer aus. Bis dahin regiert noch strenger Frost im ganzen Land, ab Mittwoch klettern die Höchstwerte auf ein zartes Plus.