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Hoch „Klaus“ ist im Anmarsch: Droht Österreich jetzt die nächste Hitzewelle?

In Spanien und Frankreich gelten wieder höchste Wetterwarnstufen mit bis zu 42 Grad. WWF warnt vor niedrigen Pegelständen der österreichischen Flüsse.
Hot weather in Croatia

In Spanien und Frankreich ist es schon wieder soweit: rote Warnstufe, Meteorologen prognostizieren Rekordtemperaturen von bis zu 42 Grad. Eine Folge sind schwere Waldbrände, allein in Südfrankreich mussten sich Tausende Menschen bereits in Sicherheit bringen.

Kommt die nächste Hitzewelle?

In Österreich herrschen derzeit jahreszeitübliche Temperaturen, am Mittwoch dürften es noch bis zu 29 Grad werden, für Donnerstag und Freitag sind bis zu 30 Grad prognostiziert. Doch der weitere Trend zeigt bereits ab dem Wochenende wieder höhere Werte von bis zu 33 Grad: Schwappt die Hitzewelle aus dem Westen somit auf Mitteleuropa über? Im Juni war genau das der Fall.

Tatsächlich ist die aktuelle Wetterlage ähnlich: Über Westeuropa hat sich ein Hoch gelegt, „Klaus“ genannt. Es zieht in den kommenden Tagen nach Osten, erläutert Peter Wölflingseder vom Wetterdienst Ubimet.

Es wird nicht so ganz so heiß, aber . .. 

„Die Temperaturen steigen auch bei uns wieder. Aber es wird nicht so massiv ausfallen wie zuletzt“, betont der Experte. Derzeit sehen die langfristigen Wetterprognosen Höchstwerte von bis zu 33 Grad, aber „bei den Modellen ist noch viel Spielraum nach oben und nach unten“, betont der Experte.

Der Unterschied liegt an dem aktuellen Hochdruckgebiet: Anders als „Gorgias“ und „Hartmut“ im Juni erfasst „Klaus“ Mitteleuropa nur mit seinen Randausläufern.

Zentrum lag über Österreich

Bei der Rekordhitzewelle des vergangenen Monats lag das Zentrum des Hochs dann auch eine Weile über Österreich und Deutschland.

Der WWF warnt indes, dass viele Flüsse bereits jetzt zu wenig Wasser führen. Besonders auffällig sei das in Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland.

„Kaum noch Reserven“

Österreichweit lagen die Werte an rund 85 Prozent der Pegelmessstellen unter dem langjährigen Monatsmittel, bei mehr als 40 Prozent fielen sie sogar in die Kategorie „sehr niedrig“, mahnt Marie Pfeiffer vom WWF. „Viele Flüsse haben kaum noch Reserven für die heißesten Wochen des Jahres. Jeder weitere Hitzetag verschärft daher den Stress für Fische und andere Gewässerarten.“

Massiv sei der niedrigere Wasserstand vor allem am Kamp bei der Messstelle Zwettl: Dort lag der mittlere Juni-Wert heuer um 83 Prozent unter dem langjährigen Monatsmittel.

Auch die weiteren Werte sind laut WWF besorgniserregend:

  • Thaya bei Raabs - um 75 Prozent zu niedrig.

  • Leitha bei Deutsch Haslau - ebenfalls minus 75 Prozent. 

  • Pinka bei Oberwart - minus 69 Prozent.

  • Vöckla bei Vöcklabruck - minus 67 Prozent.

  •  March bei Angern - minus 64 Prozent.

„Flüsse gehen geschwächt in Hochsommer“

„Vor allem im Osten Österreichs ist die Lage sehr angespannt“, warnt Pfeiffer. „Lokale Gewitter können einzelne Pegel kurzfristig anheben, lösen aber kein Niedrigwasserproblem, das sich über Monate aufgebaut hat. Viele Flüsse gehen stark geschwächt in den Hochsommer.“

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