Chronik | Österreich
27.07.2018

Wetter: Cool bleiben trotz Sommerhitze

Temperaturen klettern über 30 Grad. Wo man das Schönwetter so richtig genießen kann.

Es wird heiß. Während die vergangenen Tage bereits hochsommerlich waren, erwartet das Land jetzt eine zehntägige Hitzephase mit durchschnittlich über 30 Grad. Richtiges Badewetter also, denn vor allem im östlichen Flachland geht die Gewittertendenz deutlich zurück. Im Westen steigt die Wahrscheinlichkeit für Schauer zwar leicht, allerdings war es speziell in Tirol und Vorarlberg zuletzt ohnehin viel zu trocken. Sonnenanbeter im ganzen Land dürfen sich also freuen, wie Florian Pfurtscheller vom Wetterdienst Ubimet betont: „In den nächsten Tagen wird wettermäßig niemand benachteiligt.“

Oder eben bevorzugt. Anstrengende Tage erwarten nämlich all jene, die nächste Woche arbeiten müssen. Ab Sonntag wird es schwül und die Hitze drückend. In den Städten erwarten die Menschen mehrere Tropennächte am Stück. Von diesen Nächten mit mehr als 20 Grad wurden die meisten Regionen Österreichs bisher verschont.

Erfrischende Gewässer

Abkühlung versprechen (noch) die heimischen Seen: Der ansonsten frische Achensee in Tirol hat bereits verhältnismäßige „warme“ 19 Grad. Beliebte Badegewässer im Salzkammergut wie Atter-, Wolfgang- und Traunsee kommen auf 22, der Fuschlsee auf 21 Grad. Am Wörthersee in Kärnten und am Bodensee in Vorarlberg zeigt das Wasserthermometer bereits 24 Grad.

An den Seen ist der Platz in Hotels und Ferienwohnungen bereits entsprechend knapp. „Wir sind mitten in der Hauptsaison. Man muss sich schon beeilen, wenn man noch ein paar Tage am See verbringen will“, sagt Simone Fankhauser vom Achensee-Tourismus. Dass immer kurzfristiger gebucht werde, verschärfe die Situation, aber: „Probieren kann man es als Kurzentschlossener immer.“

Auch am Wörthersee sind die Unterkünfte beinahe ausgebucht. „Sie bekommen nicht mehr die Unterkunft, die Sie gerne hätten“, sagt Roland Sint vom Wörthersee-Tourismus. Vereinzelt seien aber noch Zimmer zu haben – „man wird ein bisschen suchen müssen“. Die Region freut sich bereits über kräftige Zuwächse – Sint rechnet wie die Touristiker am Achensee mit einem Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Ganz ähnlich ist die Lage im Osten Österreichs, wo die Buchungslage durchwegs sehr gut ist. Rudolf Munzenrieder vom Neusiedler See-Tourismus gibt etwa zu bedenken, dass bei Spontanbuchung nicht mehr auf alle Wünsche eingegangen werden könne, aber durchaus noch Zimmer zu finden seien.

Das wird speziell Wiener freuen, die unter der Hitze in der Stadt leiden. Mitverantwortlich für die steigenden Temperaturen ist übrigens das Hoch „Ingolf“, das derzeit in Skandinavien für verheerende Waldbrände sorgt. Derartige Szenarien sind hierzulande allerdings nicht zu befürchten. Den Prognosemodellen zufolge soll die Hitzeperiode bis Mitte August anhalten und sich somit größtenteils mit den so genannten Hundstagen decken.

Geheimtipp Waldviertel

Abhilfe können in den nächsten Wochen auch zahlreiche „Erfrischungsangebote“ in Niederösterreich schaffen. Speziell im Waldviertel finden Kurzentschlossene sogar noch für dieses Wochenende Unterkünfte. Etwa im Hotel Schüttkasten Geras, wo die Gäste Abkühlung gleich in zweierlei Form erwartet. Die klösterlichen Mauern sorgen für niedrige Innentemperaturen. Draußen lockt nur wenige Minuten entfernt der Bergwerkssee Langau.

von Thomas Sendlhofer und Markus Strohmeyer