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Chronik Österreich
03/21/2021

Weniger als ein Prozent der Lenker hatte kein Mautticket

Erste Bilanz nach Umrüstung beim Gleinalm- und beim Bosrucktunnel.

von Elisabeth Holzer

Mitte September 2020 gingen die umgerüsteten Mautstellen beim Gleinalmtunnel in der Steiermark sowie beim Bosrucktunnel in Oberösterreich in Betrieb. Der Straßenerhalter ASFINAG zieht nun eine positive Bilanz: Die Anzahl jener Lenker, die sich auf der Pyhrnautobahn ohne Maut zu zahlen durchschummeln will, ist gering.

Exakt 8.633 Autolenker hatten von Jahresbeginn bis Ende Februar keine Mautkarte: Das ist auf den gesamten Verkehr gerechnet ein Anteil von 0,7 Prozent, ein „sehr guter Wert“, wie es seitens der Autobahngesellschaft heißt.

Das Durchschummeln wäre nämlich mit dem neuen System möglich, wenn auch nur theoretisch. Mit dem Umbau verschwanden die Schranken auf der Spur, die für Besitzer digitaler Dauerkarten gedacht war: Früher mussten Autos bis auf Schritttempo gedrosselt werden, damit das System reagierte und der Schranken hochging.

120 Euro Ersatzmaut

Dank der nun wesentlich breiteren Fahrspuren ist es möglich, mit bis zu 50 km/h durch die Mautstelle zu fahren, ohne anhalten zu müssen. Das System ist auf bis zu 1.000 Pkw pro Stunde ausgelegt. Praktisch lesen aber die Aufzeichnungsgeräte die Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge; wer kein Ticket Einzelfahrten bis Jahreskarte sind auch online zu bestellen gebucht hat, bekommt nach der Fahrt unliebsame Post samt Zahlungsaufforderung einer Ersatzmaut von 120 Euro.

Das ist im Vergleich zu den regulären Kosten einer Fahrt doch ziemlich happig: Die Durchfahrt des Gleinalmtunnels kostet 9,50 Euro (in eine Richtung), die des Bosrucktunnel 5,50 Euro. Eine Jahreskarte für beide Tunnel kommt (mit Abzug der Ermäßigung durch die allgemeine Autobahnvignette) auf 68 Euro.

Weniger Verkehr

Bis Ende Februar passierten übrigens rund 1,2 Millionen Autos beide Mautstellen in beide Richtungen. Das sei laut ASFINAG allerdings vergleichsweise wenig, der durch Corona reduzierte (Reise-)Verkehr sei deutlich spürbar. So passierten den Gleinalmtunnel in diesen zwei Monaten in Richtung Süden 374.000 Pkw, in Richtung Norden 400.000. Zusammen mit den Fahrten durch den Bosrucktunnel ergibt das auf diesem Teilabschnitt der A9 einen Tagesschnitt von durchschnittlich 13.000 Kfz vor der Pandemie waren es 20.000, im Sommerreiseverkehr sogar bis zu 30.000 täglich.

 

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