Im Hochgebirge liegt teilweise schon Schnee. Entlang von Felswänden kann es deshalb zu Eisschlägen durch Eiszapfen kommen.

© Gerhard Mössmer/Alpenverein

Chronik Österreich
09/22/2022

Vorsicht: Rutschige Berge durch Wetterumschwung

Der Herbst ändert die Touren-Bedingungen, der Alpenverein gibt Tipps.

von Petra Stacher

Viele lieben es, im Herbst zu wandern. Auch kein Wunder, denn die niedrigeren Temperaturen, bringen einen auch nicht mehr so stark ins Schwitzen. Doch Achtung: ein paar Grad weniger, bringen neue Gefahren mit sich, wie der Österreichische Alpenverein warnt. Denn wie man in den vergangenen Tagen sehen konnte, können Regen und teilweise schon Schnee den Berghang zur Rutschbahn werden lassen. Eine 63-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck bekam das am eigenen Leib zu spüren.

Am Mittwoch war die Frau gegen 19.30 Uhr am Wanderweg zur Busslalm in Timelkam (OÖ) unterwegs. Dabei rutschte sie jedoch aus und stürzte etwa vier Meter von einem Abhang in ein unzugängliches Dornengestrüpp ab. Per Handy konnte sie noch selbst um Hilfe rufen. Schließlich wurde sie geborgen und verletzt in ein Spital gebracht.

Einfach wird schwierig

„Der Schnee und die kühlen Temperaturen ändern im Gebirge vieles“, heißt es von Gerhard Mössmer, Bergsportexperte vom Alpenverein. In den Ostalpen fielen über das Wochenende teils beachtliche Neuschneemengen auf den höheren Bergen. „Südseitig wird der Schnee wohl wieder wegschmelzen, weil der Boden noch warm ist“, so Mössmer. „Nordseitig ab 2.500 Metern kann der Schnee aber durchaus bis zum Winter liegen bleiben.“

Egal ob man jedoch so hoch hinaus will, oder doch in niedrigeren Gefilden wandert: Der Temperaturumschwung kann aus eigentlich einfachem Gehgelände schnell eine technisch schwierige Passage machen.

Wichtig sei deshalb neben festem Schuhwerk, Handschuhen und angemessener Kleidung eine „durchdachte Tourenplanung“.

Kürzere Tage

Und diese beginnt zu Hause: Über Webcams und Co. sollte man sich schon vorab ein Bild über den Weg und über die vorherrschenden Bedingungen machen. Eventuell lassen sich gefährliche Stellen auch umgehen. Ist eine Hütte eingeplant, sollte man bei dieser nachfragen, ob und wann sie überhaupt geöffnet hat. Nicht, dass man schlussendlich vor geschlossenen Türen steht und Proviant sowie Kraft ausgehen.

Ist man dann unterwegs, gilt es, konzentriert zu bleiben. Denn durch die Nässe und Kälte können Wege teilweise vereist sein. Nicht vergessen darf man auch, dass die Tage rapide kürzer werden. Die Länge der Tour müsse dementsprechend angepasst werden, um nicht im Dunkeln zu wandern. Ist man mit Kindern unterwegs, sollte ein zusätzlicher Puffer eingerechnet werden.

Für den Notfall eine Stirnlampe im Rucksack zu haben, ist ohnehin nie verkehrt. Ebenso eine Rettungsdecke, ein aufgeladenes Handy, ein Erste-Hilfe-Kit sowie warme Ersatzkleidung.

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