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Chronik Österreich
04/11/2019

Saftige Pleite eines Gesundheitszentrums

Gesundheitszentrum gehört zum Firmennetz des Asylheimbetreibers Herbert Eder, es betreibt auch ein Gastgewerbe samt Zimmervermietung.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber, Katharina Zach

Zuerst ging der umtriebige Asylheimbetreiber Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH pleite, jetzt folgt ihm der Gesundheitszentrums-Betreiber SLC Selfness GmbH nach. Die SLC Selfness GmbH, Geschäftsführer ist Herbert Eder, betreibt am Standort Hohenberg, Niederösterreich, ein Gesundheitszentrum mit Schwerpunkt auf alternative Medizin und Schulmedizin mit einem Gastgewerbe samt Zimmervermietung. Elf Mitarbeiter sind laut AKV und Creditreform von der Pleite betroffen. Die Dienstverhältnisse wurden bereits aufgelöst.

„Es werden Zimmer zur Teilnahme an Basenfastenwochen vermietet und ein angeschlossenes Gasthaus betrieben. Darüber hinaus werden auch Kulturveranstaltungen abgehalten“, erklärt der Gläubigerschutzverband AKV. Die Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH von Herbert Eder hält 25 Prozent an der SLC Selfness, weitere je 25 Prozent halten drei Familienmitglieder.

Eigentümer der Liegenschaft, auf welcher sich das Gesundheitszentrum befindet, ist die Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH. Über sie ist ein Sanierungsverfahren am Landesgericht St. Pölten anhängig.

Die Ursache

"Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz lässt sich auf den Insolvenzverfall der Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH zurückführen. Es war geplant, die anfänglichen Verluste der nunmehrigen Insolvenzschuldnerin durch Darlehen der Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH auszugleichen, was in Folge des Insolvenzverfalls jedoch nicht möglich war", zitiert der AKV aus dem Antrag. Der Bilanzverlust betrug im Geschäftsjahr 2017 bereits 206.500 Euro, der Verlustvortrag sogar 241.500 Euro. Damals wurde der Schuldenberg mit 402.900 Euro ausgewiesen.

Der Betrieb musste im Februar 2019 eingestellt werden, weil kein Nachpächter gefunden werden konnte.

Laut Unterlagen sind derzeit 43 Gläubiger mit Forderungen in Höhe von 369.077 Euro betroffen, davon fordert die Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH als Vermieterin der Betriebsliegenschaft rund 110.200 Euro und 109.300 Euro auf Lieferanten. Weitere 61.640 Euro auf die Niederösterreichsiche Gebietskrankenkasse, 43.100 Euro auf die Finanz und 44.800 Euro auf die Mitarbeiter

Keine Zukunft

Eine Wiedereröffnung ist alut AKV nicht geplant. Das Unternehmen soll liquidiert werden.

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