Ukraine-Flüchtlinge: Auch mobile Lösung für Registrierung geplant

Ukraine-Flüchtlinge: Auch mobile Lösung für Registrierung geplant
Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge läuft. Österreichweit werden über 30 Stellen für die Registrierung der Flüchtlinge eingerichtet

117.000 angekommen. Er ist ungebrochen, der Strom an Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine. Gleich bleibt auch der Prozentsatz jener Flüchtlinge, für die Österreich nur Transitland ist: Etwa 75 Prozent wollen weiter – somit sind derzeit knapp 30.000 Menschen nach Österreich gekommen, die auch hierbleiben möchten.

34 Stellen errichtet

Seit dieser Woche ist auch die für die Aufnahme in die Grundversorgung und Zuerkennung des Flüchtlingsstatus nötige Registrierung als Flüchtling möglich – dazu wurden bislang 34 Registrierungsstellen im Bundesgebiet eingerichtet oder gehen demnächst in Betrieb, weitere sollen folgen. So werden diese Stellen vor allem dort eingerichtet, wo sich sehr viele Flüchtlinge aufhalten: Etwa im Austria Center in Wien, wo die Registrierung bereits läuft. 12.000 Personen waren bisher in der Ankunftshalle, die Stadt stellt 2.500 Notquartiere, Quartiere gibt es an 22 Standorten mit 2.700 Plätzen. Zusätzlich sollen laut Innenministerium mobile Registrierungsstellen zur Verfügung gestellt werden, um dort den Bedarf abzudecken, wo er gerade entsteht: etwa am Hauptbahnhof in Wien. Dazu an Grenzübergängen im Burgenland – alleine in Nickelsdorf und Kittsee sind mehrere Registrierungsstellen, teils mit vielen Registrierungsstrecken, eingerichtet worden – dort werden täglich rund 5.000–7.000 Grenzübertritte verzeichnet.

In Niederösterreich sind Stand Samstag acht Stellen geplant – neben der Arena Nova und der Unterkunft in einem ehemaligen Berufschulinternat in Wiener Neustadt etwa auch in St. Pölten, in der Messe Wieselburg und Schwechat.

500 täglich ins Land

In der Steiermark, wo derzeit 1.000 Menschen aus der Ukraine untergebracht sind, sind drei Stellen in Graz eingerichtet, eine davon in der Messe Graz. In Oberösterreich erfolgt die Registrierung am Bahnhof Linz und in Wels, in Salzburg im Messezentrum. Die genaue Liste soll demnächst auf der Website des Innenministeriums abrufbar sein.

Die Bundesbetreuungsagentur hat mittlerweile 31.000 Quartiere von 7.000 Anbietern zur Verfügung. Täglich werden etwa 500 Flüchtlinge mithilfe des Bundesheeres aus Wien in die Bundesländer gebracht.

JOSEF KLEINRATH

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