© EPA/CHRISTIAN BRUNA

Chronik Österreich
07/05/2020

Tour der Extreme: Österreichs Höhepunkte und Abgründe

Ganz oben und ganz unten sein – das hat seinen Reiz. Ein Trip zum höchsten Berg und zum tiefsten See des Landes in Grafiken.

von Christa Schimper, Katharina Salzer

Drei Autostunden liegen zwischen dem höchsten Berg und dem tiefsten See Österreichs. 115 Kilometer Luftlinie trennen Großglockner und Traunsee voneinander. Eine leicht bewältigbare Distanz bei einer Tour durch Österreich. Wir haben uns die Extreme grafisch angesehen. Welche Tiere leben an den Hängen und in der Tiefe? Welche Pflanzen wachsen im alpinen Bereich und im Wasser? Beide Orte bieten Naturschauspiele.

Doch wer sind die glücklichen Besitzer? Der Traunsee gehört den Bundesforsten. Der Großglockner, der sich im Nationalpark Hohe Tauern befindet, dem Alpenverein. Allerdings nicht ganz. Ausgerechnet auf den Gipfel musste er verzichten. Der Österreichische Alpenklub ist der Eigentümer von 114 m² Glockner-Gipfelfläche auf Tiroler Seite und dem Bereich des Gipfelkreuzes, das auf Tiroler und Kärntner Boden verspannt wurde.

Wer dort hinauf will, braucht einiges an Kondition: Denn ab 3.000 Metern wird die Luft dünn. Auf 3.798 Metern, dem Gipfel des Großglockners, heißt es tief einatmen. Durch den abnehmenden Luftdruck steht dem Körper weniger Sauerstoff als auf Meereshöhe zu Verfügung. Der Luftdruck liegt auf Österreichs höchstem Berg bei 61,4 Prozent im Vergleich zum Badestrand in Jesolo in Italien.

Weitsicht

Auf Meereshöhe kommt man in Österreich ohnehin nicht – ohne tief zu graben. Selbst wer in den See hinuntertauchen könnte, wäre noch nicht auf null. Der Traunsee ist 191 Meter tief. Gmunden, an seinem Ufer, liegt auf 425 Metern Seehöhe. Der Vollständigkeit halber: Der tiefste gemessene Punkt in der Republik ist im burgenländischen Seewinkel (114 Meter Seehöhe). Aber wieder zurück ins Wasser. Der Tiefpunkt des Traunsees befindet sich beim Ostufer, nahe der Mündung des Lainaubachs. Ganz unten herrscht bereits ein hoher Druck. Selbst für Supertaucher ist das eine unwirtliche Umgebung. Um 30 Minuten in 100 Metern Tiefe zu bleiben, müsste ein Taucher viele Stunden auf dem Weg nach oben dekomprimieren – oder mit technischen Hilfsmitteln arbeiten. Bis jetzt war übrigens noch niemand ganz unten. Der See gilt jedenfalls als Taucherparadies, da er einer der klarsten Österreichs ist.

Apropos Weitsicht: „Einen Traum-Ausblick auf den See hat man vom neu errichten Baumwipfelpfad am Grünberg bei Gmunden“, sagen die Bundesforste, und die müssen es als Eigentümer ja wissen. Und das Bergpanorama kann man auch gleich genießen.

Wer in Österreich in einen anderen See springen will, hier sind die größten:

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