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Chronik Österreich
07/04/2021

Ob Wien oder Tirol: Impfen ohne Termin wird gut angenommen

In Wien und Tirol kann man sich ohne Voranmeldung erstimpfen lassen. Das Angebot wird stark nachgefragt.

In Wien findet zurzeit das Filmfestival statt. Wer Lust und Laune hat, kann sich seit gestern, Samstag, am Wiener Rathausplatz in Impfboxen spontan, ganz ohne Voranmeldung impfen lassen.

Und die Lust scheint groß: In den sozialen Medien war eine Menschenschlange durch den gesamten Rathauspark zu sehen. Die für gestern vorgesehenen 200 Dosen waren schnell weg - Nachschub musste angefordert werden. 281 Personen haben sich letztlich impfen lassen.

"Wir haben mit einer gute Nachfrage gerechnet, aber es war doch überraschend starker Andrang. Es freut uns natürlich, dass Impfbereitschaft nach wie vor hoch ist in der Wiener Bevölkerung", zog ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Sonntag ein erstes Resümee.. Weggeschickt wurde niemand, betonte er außerdem.

Vielmehr wurde Wartenden das Angebot gemacht, mit einer Bestätigung entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt zur Impfstraße im Austria Center Vienna zu fahren, um sich dort ohne Termin impfen zu lassen. Diese Möglichkeit nahmen gestern 75 Personen in Anspruch.

Auf diesem Weg will die Stadt auch am heutigen Sonntag den Andrang bewältigen. Außerdem wird überlegt, die Öffnungszeit der Impfbox auszudehnen. Derzeit ist das Impfen dort täglich zwischen 17.00 und 22.00 Uhr möglich. Die Impfbox steht noch bis 4. September.

Für alle über 18 Jahre gibt es den nur einmal erforderlichen Impfstoff von Johnson & Johnson, für die Jüngeren wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer angeboten.

Impfsonntag in Tirol

Ganz spontan zur Impfung - das geht am heutigen "Impfsonntag" auch in Tirol. Impfwillige können sich heute in allen Impfzentren ohne Voranmeldung impfen lassen. Und auch hier ist die Nachfrage hoch: Die Impfstraßen in Kufstein, Kundl und Innsbruck seien zwei Stunden nach Öffnung für den Vormittag bereits ausgelastet, teilte das Land mit. Rund 2.500 Personen würden auf ihre Impfung warten.

Das Land bittet daher, sich am Nachmittag vor der Anreise über www.tirol.gv.at über die Situation zu informieren. Dort wird angezeigt, wie lange die Wartezeit beträgt und ob noch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Derzeit müsse man in allen Impfzentren - bis auf jenes in Lienz - mit einer Wartezeit von über einer Stunde rechnen.

Mit dem "Impfsonntag" soll die Erstimpfrate angehoben werden - Zweitstiche sind keine geplant. 16.000 Impfdosen stehen zur Verfügung. Den Impfstoff können Impfwillige frei wählen. Geimpft wir "solange der Vorrat reicht" - mit Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson sowie Astra Zeneca.

Mitzubringen sind - sofern vorhanden - ein Impfausweis, die eCard sowie ein gültiger Lichtbildausweis und der - am besten bereits zuhause ausgefüllte - Aufklärungs- und Dokumentationsbogen, der unter www.tirol.gv.at/tirolimpft abrufbar ist.

Direkt vor Ort werden dann gleich auch die Zweitimpftermine vereinbart. Grundsätzlich orientiert man sich an einem Impfintervall von 28 Tagen - als erster komme laut Land der 1. August infrage.

Mehr Impfdosen als Impfwillige

Österreich befindet sich mittlerweile in der Situation, dass es mehr Impfstoff als Impfwillige gibt. So feilen die Bundesländer an Strategien, mehr Menschen zur Impfung zu bewegen: Pop-Up-Impfstationen für Junge (OÖ), Impfpartys, Impfen ohne Voranmeldung, wie etwa in Wien und Tirol, in Vorarlberg heißt das Ganze dann "Last-Minute-Impfung".

Wer beim Wirt in Dingdorf oder Trosselsdorf im Mühlviertel einkehrt, kann sich neben Schnitzel, Bier, Kaffe und Kuchen seine Impfdosis abholen. Die Steiermark plant einen Stich-Tag in Einkaufszentren, auch Oberösterreich sucht die Kooperation mit Shopping-Tempeln. Das Kalkül: Dort erreicht man viele Menschen.

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