Der Baumkronenweg bietet auch zahlreiche spaßige Stationen für Kinder.

© Baumkronenweg

Chronik Österreich
06/28/2021

Tipps für die Ferien: Kinder, raus aus dem Haus

Nur noch zwei Wochen dauert die Schule in den westlichen und südlichen Bundesländern, dann starten die Sommerferien.

von Petra Stacher, Anja Kröll, Elisabeth Holzer

Der Countdown läuft: Nur noch zehn Schultage im Westen Österreichs und dann sind endlich Sommerferien. Mehr als zwei Monate sind dann schon eine lange Zeit, vor allem für (arbeitende) Eltern, die ihre kleinen Energiebündel gut untergebracht und beschäftigt wissen wollen. Doch was tun, wenn einem die Ideen ausgehen?

Der KURIER hat einige Tipps zusammengestellt.

Oberösterreich

In Linz kann man die Kinder fast täglich etwas Neues erleben lassen. Der Verein „Jugend und Freizeit“ hat nämlich ein dichtes Programm im Angebot. „Fun in the City“ bietet über den ganzen Sommer verteilt Aktivitäten für Kinder und Jugendliche an. So gibt es zum Beispiel einen „Pimp my Bike“-Workshop. Kinder lernen dabei, Problemchen am eigenen Fahrrad zu beheben oder verpassen dem Rad per Spraydose einfach mal ein neues Aussehen.

An anderen Tagen können sie wiederum herausfinden, wie man Graffiti sprüht, Bodypainting macht oder Tore schießt. Aber auch für gemeinsame Badeausflüge und Picknicks gibt es genug Termine. „Anmelden braucht man sich nicht, die Kinder müssen einfach zum angegebenen Zeitpunkt bei dem jeweiligen Jugendzentrum erscheinen“, heißt es vom Verein. Die meisten Angebote sind kostenlos. Nur Altersbeschränkungen und die 3G-Regel müssen eingehalten werden. Eingeladen sind übrigens auch Kinder außerhalb von Linz. Das gesamte Ferienprogramm ist im Internet auf www.vjf.at/programm aufgelistet und abrufbar.

Einen Ausflug wert ist auch immer wieder der Baumkronenweg in Kopfing im Innkreis. Auf einer Länge von mehr als 1.000 Metern und in einer Höhe von bis zu 15 Metern wandert man auf einer Holzkonstruktion über den Sauwald. Dazwischen gibt es etliche Erlebnisstationen – und damit mehr als nur die Aussicht zu genießen. Höhepunkt ist schließlich der 40 Meter hohe Turm. Auch hier gilt die 3G-Regel. Alle Infos: www.baumkronenweg.at.

Salzburg

Kinder, die alles was funkelt und glitzert lieben, sind hingegen in Salzburg gut aufgehoben. Und zwar im Edelsteinpark Niedernsill. Dort wird man zum Schatzsucher. Mit traditionellen Schürftellern begeben sich die Kinder auf die Suche nach Goldnuggets und Edelsteinen. „80 verschiedene Edelsteine aus der ganzen Welt gibt es zu finden“, heißt es auf Anfrage. Täglich werden der „Kristallbach“, das „Römerfeld“ und der „Gletschersee“ damit befüllt. Das Schönste daran: Hat man etwas gefunden, darf man es als Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Informationen auf www.edelsteinpark.at.

Kärnten

Ein vielfältiges Programm für die Kleinen, ganz nahe an der Natur, bietet der Nationalpark Hohe Tauern zum 50-jährigen Bestehen an. Was ist die Lieblingsspeise von Anna Adler? Fragen wie diesen geht der Kindergartenklub des Nationalparks Hohe Tauern in Kärnten nach. Mit Murmel Murmeltier, Anna Adler und Stoni Steinbock können Kindergartenkinder spielerisch im Besucherzentrum Mallnitz und im oberen Mölltal die Tierwelt des Nationalparks kennenlernen. Der Kindergarten Forscherklub findet heuer zum ersten Mal statt.

Für alle größeren Kinder zwischen sechs und zehn Jahren geht es während der Sommerferien im Nationalpark Jungforscherklub auf Entdeckungsreise. Gemeinsam mit Nationalpark-Rangern können sie Abenteuertouren durch die Wälder und auf die Berge unternehmen.

Auf Spurensuche geht es im Schatten des Großglockners in Heiligenblut und in der Nationalparkgemeinde Mallnitz. Ob Gewässer erkunden, mit Naturmaterialien basteln oder Tricks für das Überleben in der Wildnis erlernen Spaß und Abenteuer kommen hier nicht zu kurz.

Tirol

Auch der Nationalpark Tirol hat ein besonderes Angebot für Kinder: Das Waldwildnis-Camp Oberhauser Zirbenwald. Bei der zweitägigen Expedition übernachten die Teilnehmer mitten in der Wildnis auf einer urigen Jagdhütte ohne Strom und erleben eine aufregende Sommernacht. Wildtiere werden beobachtet und das Abendessen selbst gesucht. Weitere Informationen im Internet unter www.hohetauern.at

Steiermark

Harry Potter kann das ja besonders gut, auf Besen fliegen und Quidditch spielen. Zugegeben: Am Teil mit dem Fliegen tüfteln die Veranstalter wohl noch, aber die erdgebundene Variante dieses Sports können Kinder und Jugendliche in Graz ausprobieren. Überhaupt ist das Angebot der steirischen Landeshauptstadt für diese Sommerferien dicht und abwechslungsreich: Von Abenteuern im Leechwald über Golf, Klettern, Reiten und Wasserski ist alles dabei, was Spaß macht.

Je nach Sportart ist die Altersbeschränkung unterschiedlich: Tanzkurse gibt es schon für die Kleinsten, ab vier Jahren sind sie dabei. Inline-Hockey startet ab acht Jahren, Segeln ab zehn Jahren, Rudern ab zwölf Jahren. Insgesamt sind rund 4.500 Plätze für 53 Sportarten im Programm, zu bezahlen ist ein Beitrag von zehn Euro pro Teilnehmer und Kurs. Informationen gibt es im Internet unter www.graz.at/sportamt

Niederösterreich

Etwas weiter von den westlichen und südlichen Bundesländern entfernt, aber dennoch einen Tagesausflug wert ist die Kängurufarm beim Schutzhaus am Harzberg in Bad Vöslau (NÖ). Dort gibt es derzeit nicht nur ein Ferienprogramm (nähere Informationen auf www.holimoli.at) für kleine und größere Besucher, sondern auch noch zwei Känguru-Babys zu bestaunen. „Die ziehen wir mit der Flasche groß“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Zamazal. Selbst füttern oder streicheln darf man die Kängurus freilich nicht.

Dafür wird Anfang Juli ein neues Gehege mit 500 Quadratmetern eröffnet. Dieses wird, wie auch das jetzige, jederzeit frei zugänglich sein und einen neuen Blick auf die Kängurus bieten, heißt es bei den Betreibern.

Die Kängurufarm wurde im Jahr 2015 errichtet und hat sich die Aufzucht von verschiedenen Känguruarten zum Ziel gesetzt. Auf dem mehr als 1.500 Quadratmeter großen Gelände hüpfen aktuell 17 Beuteltiere umher. Nähere Informationen gibt es auf www.harzberg.at.

Der Countdown zu den Sommerferien läuft. Bereits mit kommenden Samstag, 3. Juli (bis 5. September) starten das Burgenland, Niederösterreich,  und Wien in die Sommerpause. In Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg ist dieses Jahr  von 10. Juli bis 12. September schulfrei.

Für die heuer zum zweiten Mal stattfindende Sommerschule in den beiden letzten Ferienwochen haben sich bisher 35.000 Schüler (2020: 22.500) angemeldet. Änderungen gegenüber dem Vorjahr: Heuer wird an Volks-, Mittel- und Sonderschulen bzw. AHS-Unterstufen neben Deutsch auch Mathe angeboten, in der Volksschule zusätzlich Sachunterricht.

Auch an manchen Oberstufen wird es ein Kursangebot geben, sagt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Für den Herbst kündigt er den Entwurf eines Sommerschulgesetzes an. Damit das Angebot eine rechtliche Basis hat.

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