© Zoo Salzburg

Chronik Österreich
02/08/2021

Tierische Freude trotz strenger Regeln: Die Zoos sind wieder da

Ab Montag haben die Zoos wieder geöffnet. Dabei müssen aber bestimmte Corona-Regeln beachtet werden

von Konstantin Auer, Markus Foschum

Eine willkommene Ablenkung nach dem Alltagstrott im Lockdown: Ab heute können in den meisten Zoos wieder tollende Affen, jagende Geparde oder schrille Papageien bestaunt werden. In manchen Tiergärten gibt es sogar tierischen Nachwuchs zu entdecken, den noch kein Besucher zuvor gesehen hat.

Besonders im historischen Affenhaus im Wiener Tiergarten warten die Kaiserschurrbart-Tamarine Tamaya und Purple mit ihren neugeborenen Drillingen auf Besuch. Außerdem siedelten die Orang-Utan-Weibchen Sari und Surya aus einem Zoo in Dublin nach Wien. Neulinge sind auch der Elefantenbulle Tembo sowie das Koala-Mädchen Millaa Millaa.

Aber auch in anderen Zoos warten Lockdown-Babys darauf, beobachtet zu werden. Unter dem Motto „Eine Reise um die Welt – an nur einem Tag“ hat etwa auch die Tierwelt Herberstein ab heute wieder geöffnet. Erstmals auf Besucher stößt hier ein kleines Faultier, das erst Ende November in dem steirischen Zoo das Licht der Welt erblickte.

Auch im Tiergarten Haag oder in Salzburg warten, rechtzeitig zum Beginn der Semesterferien auch im nahen Oberösterreich, zahlreiche Tiere auf Besucher.

Aber nicht nur die Besucher haben ihre tierischen Lieblinge vermisst: „In einem Tiergarten beobachten nicht nur die Menschen die Tiere – sondern auch umgekehrt. Es gibt Tierarten, die gerne mit den Besucherinnen und Besuchern interagieren“, erklärt Johanna Bukovsky vom Tiergarten Schönbrunn. Dazu gehören vor allem die Orang Utans, aber auch Papageien.

Die Tierpfleger, die für die Tiere die wichtigsten Bezugspersonen sind, haben während des Lockdowns aber für gute Unterhaltung gesorgt. „Unsere Orang-Utan-Innenanlage gleicht deshalb mitunter einem Indoor-Spielplatz“, sagt Bukovsky.

Strenge Regeln

Dass die Besucher nun plötzlich wieder da sein werden, wird die Tiere umgekehrt kaum irritieren, versichert man: „Unsere Tiere sind Besucher gewöhnt. Sie sind Teil ihres Lebens und sie kennen sie von klein auf.“

Und so viele Tierliebhaber gleichzeitig dürfen den Tierpark nun auch wieder nicht stürmen. Denn bestimmte Corona-Maßnahmen gelten auch hier: So müssen im gesamten Areal FFP2-Masken getragen werden – auch im Freien. Bei Sechs- bis 14-Jährigen reicht ein Mund-, Nasenschutz.

Zu Fremden muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden und die Besucheranzahl wird reguliert – auch in den Zoos gilt die 20-Regel. In Schönbrunn wurde extra Personal abgestellt, um die Besucher zu zählen. Im Wiener Zoo dürfen sich 1.500 Besucher gleichzeitig aufhalten.

Im Zoo Salzburg, wo die Tierhäuser geschlossen bleiben, sind es nur 400. Tickets und Besuchszeiten sollen bei beiden Zoos online gebucht werden. Gastronomie gibt es nur in Form von „Take-away“. Fütterungen, Führungen und Veranstaltungen fallen in allen Zoos aus.

Hoffnung auf Besucher

Der erste Lockdown im Frühling dauerte 65 Tage, der zweite dauerte 97 Tage an – das hat für die Zoos auch wirtschaftliche Folgen. „Die Betriebskosten und die Futterkosten laufen weiter – auch wenn die Einnahmen von einen Tag auf den anderen komplett wegfallen“, sagt Bukovsky. Deswegen hoffe man, dass wieder Besucher kommen und der Tiergarten „den Menschen in dieser besonderen Zeit eine schöne Auszeit bereiten kann“.

Einen Lichtblick gibt hier die Vorjahresbilanz des Tiergartens in Herberstein: In acht geöffneten Monaten gab es hier mit 275.000 Besuchern einen neuen Rekord.

Und: Viele Zoos wie in Wien und Salzburg rechnen Jahreskartenbesitzern die geschlossen Tage übrigens an.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.