Gemische Streife diese Woche in Budapest auf Proberitt

© BMI/Cobra

Chronik | Österreich
06/08/2019

Startklar für Einsatz: Zwei neue Pferde aus Orbáns Reiterstaffel

Berittene Polizei will Einsatzbetrieb ab Juli nicht nur in Wien, sondern auch in den Bundesländern starten.

Das Training ist so gut wie abgeschlossen und das Einsatzkonzept liegt fertig in der Schublade. Bereits im Juli soll Österreichs berittene Polizei mit dem Einsatzbetrieb starten. Und zwar nicht mehr nur ausschließlich in Wien. Auch in Wiener Neustadt, wo die Einheit derzeit stationiert ist, werden die Uniformierten ebenso auf Streife reiten wie bei Großveranstaltungen. Die ersten Auftritte bei solchen Events könnte es bereits von 13. bis 16. Juni beim Nova Rock in Nickelsdorf oder beim Frequency-Festival im August in St. Pölten geben. Auch bei Fußballspielen oder Staatsbesuchen sollen die Tiere in Zukunft polizeilich eingesetzt werden.

Nach den groben Anfangsschwierigkeiten hat vergangenen September die Polizei-Sondereinheit Cobra die Zügel der Einheit in die Hand genommen. Für den Leiter der Direktion für Spezialeinheiten, Bernhard Treibenreif, steht nach monatelangem Training dem baldigen Regelbetrieb nichts mehr im Wege.

Probegalopp

Diese Woche wurden die beiden gesundheitlich angeschlagenen Pferde „Zadar“ und „Zalan“, die Österreich als Gastgeschenk vom ungarischen Präsidenten Viktor Orbán erhalten hatte, ausgetauscht. Die Tiere wurden anstandslos durch zwei neue Einsatzpferde ersetzt. Es handelt sich um zwei reinrassige Nonius aus dem ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes, die bereits im polizeilichen Dienst in Budapest gestanden sind.

Gemeinsame Streife

„Wir haben diese Gelegenheit gleich genutzt und sind zu Testzwecken zusammen mit den ungarischen Kollegen eine gemischte Streife auf der Margareteninsel in Budapest geritten“, so Treibenreif.

 

Um die Einheit wirtschaftlicher zu gestalten, wurde von 22 auf 12 Reiter und ebenso viele Pferde reduziert. Nachdem bereits 20 Staaten innerhalb der Europäischen Union über Reiterstaffeln verfügen, wurde das Projekt mit 200.000 Euro von der EU gefördert. In den kommenden Tagen könnte Neo-Innenminister Wolfgang Peschorn bereits den Start des Einsatzbetriebes absegnen.