Chronik | Österreich
28.04.2017

Schweres Busunglück im Burgenland: 15 Verletzte

Vier Menschen bei Unfall in Großpetersdorf schwer verletzt, elf Leichtverletzte - B63 gesperrt.

Im Südburgenland gibt es nach einem schweren Verkehrsunfall einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Auf der B63 bei Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) ist gegen 7 Uhr ein Kranfahrzeug in einen Stockautobus gekracht. Drei Personen wurden dabei schwer, zwölf weitere leicht verletzt. Die Bundesstraße 63 wurde gesperrt. Wie am Nachmittag bekannt wurde, ist auch eine vierte Person schwer verletzt. Es soll sich um drei Männer im Alter von 16, 17 und 43 Jahre handeln, sowie um eine 19-jährige Frau.

Kurz nach 7 Uhr Früh bog ein Linienbus auf dem Weg nach Wien, an der Kreuzung zur B63 ab. Ein 38 Tonnen Baukran fuhr auf der B63 in Richtung Rechnitz. Ein Zusammenstoß zwischen den beiden Schwerfahrzeugen konnte nicht mehr verhindert werden. "Der Busfahrer könnte durch die schnell blinkenden Warnlichter des Krans, gedacht haben, dass der Kranwagen abbiegt", sagt ein Sanitäter an der Unfallstelle. Doch der Kran fuhr geradeaus und krachte seitlich in den Stockbus der Linie G1.

Eingeklemmt

"Als wir zur Unfallstelle kamen, waren mehrere Personen im Bus eingeklemmt und mussten mit hydraulischen Bergegerät befreit werden", erklärt Feuerwehr Einsatzleiter Oliver Class. Die Wehren aus Oberwart und Jabing wurden nachalarmiert, mehr als 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Aufgrund der vielen Verletzten wurde auch ein Katastrophenzug der Rettung alarmiert. "Wir waren mit fünf Notärzten und 32 Sanitätern vor Ort", sagt Erwin Hanzl, Einsatzleiter des Roten Kreuzes. Der Notarzthubschrauber C16 landete zwar an der Unfallstelle, flog aber ohne Patienten nach Oberwart zurück, da die vier schwer Verletzten mit dem Notarztwagen ins Spital gebracht wurden. "Zwei weitere angeforderte Hubschrauber konnten wegen des schlechten Wetters nicht zum Unfallort kommen", sagt Hanzl.

17 Insassen blieben laut Informationen der LSZ unverletzt. Auch ein Kriseninterventionsteam wurde zur Unfallstelle gerufen. Mehrere Angehörige fanden sich dort ein und lange war nicht klar, in welches Spital welche Verletzten gebracht wurden. "Mein 17-jähriger Sohn war im Bus, ich weiß nicht wo er im Spital ist. Aber er gehört zu den Leichtverletzten", sagt eine Mutter. Die unverletzten Insassen wurden mit Ersatzbussen weiter befördert und vom Roten Kreuz betreut. Die Sperre der Unfallstelle dauerte noch bis nach 13 Uhr. Alkotests bei den beiden Fahrzeuglenkern verliefen negativ. Der Buslenker aus dem Bezirk Oberwart gehört zu den leicht verletzten, der Lenker des Kranwagens stammt aus Ungarn und wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.