Chronik | Österreich
02.09.2018

Schülerzahlen: Mehr in AHS, weniger in Poly und Berufsschulen

Voraussichtlich rund 1.113.500 Kinder und Jugendliche werden im kommenden Schuljahr in Österreich in die Schule gehen.

Die Zahl der Schüler in Österreich bleibt gegenüber den Vorjahr weitgehend unverändert bei rund 1.113.500 Kindern und Jugendlichen, das zeigt eine Schätzung der Statistik Austria. Leichte Zuwächse verzeichnet man im am Montag im Osten Österreichs beginnenden Schuljahr 2018/19 demnach an den AHS, den Sonderschulen oder den Volksschulen.

Wie auch in den Vorjahren befinden sich die AHS leicht im Wachstum: Knapp 215.000 Schüler bedeuten ein Plus von 1,3 Prozent. Dabei legt die AHS-Unterstufe einen Zuwachs von 1,6 Prozent hin, während das Plus in den AHS-Oberstufen mit 0,9 Prozent geringer ausfällt.

Mit einem kleinen Zuwachs ist auch in den Volksschulen zu rechnen. Rund 341.000 Schüler bedeuten hier ein Plus von 0,4 Prozent. Die Erstklässler-Zahlen sinken dort zwar um 0,7 Prozent marginal, allerdings gibt einen Zuwachs in den Vorschulstufen (2,6 Prozent).

Ebenfalls leicht im Steigen ist die Schülerzahl an den Sonderschulen: Rund 14.900 Schüler bedeuten dort einen Zuwachs um 0,8 Prozent. Die heuer knapp über 900 Erstklassler an Sonderschulen entsprechen einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Schüler im Schuljahr 2018/19

Aufgrund des schrittweisen Auslaufens der Hauptschulen stiegen in den vergangenen Jahren die Schülerzahlen an den Neuen Mittelschulen (NMS). Da dieser Prozess nun endgültig abgeschlossen ist, stagnieren die NMS nun bei rund 205.500 Schülern. Ein zum Trend der vergangenen Jahre passendes Minus gibt es hingegen an den Berufsschulen: Ungefähr 113.600 Schüler ergeben dort im Jahresvergleich einen Rückgang um 1,3 Prozent. An den Polytechnischen Schulen (rund 14.900 Schüler) fällt das Minus mit 2,8 Prozent deutlicher aus.

Nahezu konstant präsentieren sich hingegen die Schülerzahlen an den berufsbildenden mittleren Schulen ( BMS; knapp 44.000) und den berufsbildenden höheren Schulen (BHS; 142.800). Nach Sparten betrachtet gibt es aber dabei aber Unterschiede: Kaufmännische (minus 1,3 Prozent) sowie wirtschafts- und sozialberufliche Zweige (minus 1,5 Prozent) und die Schulen für Elementar- und Sozialpädagogik (minus 0,9 Prozent) verzeichnen leichte Rückgänge, wogegen es an technischen und gewerblichen (plus 0,5 Prozent) sowie land- und forstwirtschaftlichen (plus 0,4 Prozent) Zweigen minimale Zugewinne gibt.

Die vom Bildungsministerium veröffentlichte Schätzung der Statistiker beruht auf demografischen Daten und den vorläufigen Schülerzahlen des vergangenen Schuljahres.