Säugling starb in Graz nach Schütteln an Hirnverletzungen

Säugling starb in Graz nach Schütteln an Hirnverletzungen
Die 25-jährige Mutter des Kindes steht unter Verdacht. Sie gab an, dass das Kind einen Herz-Kreislauf-Stillstad erlitt. Eine Obduktion befeuerte andere Hinweise.

Eine 25-Jährige steht im Verdacht, Freitagnachmittag, 24. Februar, ihrem zehn Monate alten Sohn durch heftiges Schütteln schwere Hirnverletzungen zugefügt zu haben, an denen er tags darauf verstorben ist. Die Frau ist nicht geständig, befindet sich jedoch in Haft.

Vergangenen Freitag wurde eine Polizeistreife zum Wohnhaus einer 25-jährigen Rumänin beordert, da dort die Reanimation ihres zehn Monate alten Sohnes durch Rettungsdienste lief. Nach erster Auskunft der Mutter habe ihr Sohn aus unbekannter Ursache einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Der Bub wurde in das LKH Graz – Kinderklinik eingeliefert. Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte mögliche massive Gehirnverletzungen fest. Obwohl der Säugling intensivmedizinisch betreut wurde, verstarb er am am Tag darauf. Da nun der Verdacht bestand, dass die Verletzungen des Buben durch Fremdeinwirkung entstanden sind, wurde eine Obduktion angeordnet. Die Mutter wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz mittels Dolmetscher vernommen, verstrickte sich bei ihren Aussagen jedoch in Widersprüche.

Obduktion zeigt Hirnverletzungen

Bei der am Gerichtsmedizinischen Institut durchgeführten Obduktion konnte als Todesursache des Kleinkindes ein großräumiges Hirnödem festgestellt werden, das mit größter Wahrscheinlichkeit durch heftiges Schütteln verursacht worden war. Bei einer neuerlichen Einvernahme äußerte sich die Verdächtige nicht zu den Tatvorwürfen. Es konnten Hinweise ermittelt werden, die eine psychische Erkrankung der Verdächtigen vermuten lassen. Sie wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

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