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Chronik Österreich
06/24/2020

Rohrbruch legt Austrian Airlines stundenlang lahm

IT-Rechenzentrum der Fluglinie in Schwechat unter Wasser. Buchungen, Online-Check-In und andere Services waren betroffen.

von Patrick Wammerl

Ein Wasserrohrbruch im Rechenzentrum der Austrian Airlines hat am Dienstag die Homepage und das Online-Buchungssystem sowie den Internet-Check-In der Fluglinie lahm gelegt. Weil auch Teile der Telefonanlage betroffen waren, war auch der telefonische Kundendienst stundenlang nicht erreichbar.

Wie Flughafen-Wien-Sprecher Peter Kleemann gegenüber dem KURIER bestätigt, "hat es sich um einen Wasserrohrbruch gehandelt, der die IT-Systeme der AUA betroffen hat. Darüber hinaus gab es am Flughafen keine Beeinträchtigungen", sagt Kleemann.

Entschuldigung bei den Kunden

Der Zwischenfall ereignete sich Dienstagnachmittag im Hauptrechenzentrum der Austrian Airlines am Flughafen. Die Abfertigung der Flüge erfolgte über ein Back-Up-System sowie durch manuelle Eingabe. Die Nacht über wurde auf Hochtouren daran gearbeitet, den Schaden zu beheben. In den frühen Morgenstunden gab die AUA bekannt, dass der Ausfall im IT-Rechenzentrum unter Kontrolle gebracht werden konnte.

"Die IT-Systeme werden sukzessive wieder hochgefahren. Die Website ist wieder online und die Telefonleitung unserer Service Center funktioniert wieder", vermeldete die AUA Mittwochfrüh. AUA-Pressesprecherin Tanja Gruber reagierte auf eine Anfrage des KURIER: "Der IT Systemausfall bei Austrian Airlines, der durch einen Wasserrohrbruch am Flughafen Wien ausgelöst wurde, konnte noch in der Nacht behoben werden. Es gibt deshalb für den heutigen Flugtag keinerlei Beeinträchtigungen. Bei allen Kunden, die uns gestern dadurch nicht erreichen konnten, entschuldigen wir uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten."

Während des Ausfalles konnten keine Neubuchungen über die Austrian Airlines durchgeführt werden. AUA-Tickets konnten nur über das Service der Lufthansa oder Swiss gebucht werden. Die Höhe des Schadens, der durch den Wasserrohrbruch verursacht wurde, konnte die Fluggesellschaft noch nicht beziffern.

50 Prozent Auslastung in erster Flugwoche

Der Lockdown traf die Fluglinie jedenfalls zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Nach der Corona-bedingten Flugpause legte die Zahl der Buchungen und Flüge zuletzt deutlich zu. Laut Tanja Gruber von der AUA stehen am Mittwoch, den 24. Juni, bereits 30 Roundtrips (Hin- und Rückflüge) auf dem Programm. "Wir hatten bereits in der ersten Flugwoche eine Auslastung von durchschnittlich über 50 Prozent. Unter den gegebenen Umständen sind wir damit durchaus zufrieden. Wir haben deshalb auch die Frequenz einiger Strecken für den Monat Juli aufgestockt. Zum Beispiel für Zürich, Paris, Brüssel, Hamburg sowie auch einige Osteuropa-Destinationen."

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