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Chronik Österreich
02/25/2020

Republik schickt Bordell in die Pleite

Die Finanzprokuratur, die Anwaltskanzlei der Republik, beantragte wegen Abgabenrückständen ein Insolvenzverfahren.

von Kid Möchel

„Die Beschwerde richtet sich gegen die Umsatzsteuer-Festsetzungsbescheide in Höhe von 52.933 Euro. Es wird beantragt, die Umsätze der Prostituierten nicht der Gesellschaft zuzurechnen“, heißt es in einem Schreiben an das Finanzamt. „Die Prostituierten erzielen ihre Umsätze als selbstständige Unternehmerinnen und sind daher ihnen zuzurechnen. Die Abrechnung mit den Kunden erfolgt allein durch die Prosituierte, die auch den Preis autonom vereinbart. Die Gesellschaft stellt die Infrastruktur zur Verfügung und erzielt Umsätze aus den Eintritten und der Konsumation. Der den prostituierten vorgeschlagene Mindestpreis für die Sexdienstleistung dient dem Hausfrieden und soll das Dienstleistungsniveau hochhalten.“

Am Ende hatte der Bordell-Betreiber Sixth Heaven Gastro Entertainment GmbH mit Sitz in Reutte mit seiner Argumentation gegen die Republik kein Leiberl. Die Finanzprokuratur, die Anwaltskanzlei der Republik, beantragte wegen 60.180 Euro Abgabenrückstände ein Insolvenzverfahren. Das mittlerweile laut Creditreform auch eröffnet wurde.

Die Sixth Heaven Gastro Entertainment GmbH hat rund 246.000 Euro Schulden, davon entfallen 60.000 Euro auf die Finanz, 36.000 Euro auf Lieferanten, 40.000 bis 50.000 Euro auf den Vermieter.

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