© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Österreich
11/20/2021

Reges Treiben am letzten Einkaufstag vor Lockdown

Verkehr um Einkaufszentren stockte. Betreiber rechnen mit Ansturm am Nachmittag.

Schnell noch einkaufen, bevor die Geschäfte wieder zusperren müssen - das haben sich am Samstag, dem letzen Einkaufstag vor dem neuerlichen Corona-Lockdown, viele Menschen in Österreich gedacht.

In den Einkaufsstraßen und Shoppingcentern des Landes herrschte bereits am Vormittag ein reges Treiben. Im Auhofcenter im Westen Wiens war der Andrang unter anderem bei der Impfstraße am größten.

Gewappnet für den Winter

Schon um 9 Uhr früh, als die meisten Geschäfte aufsperrten, war gefühlt mehr los als an anderen Samstagen um diese Uhrzeit. Bei einer Schuhkette etwa probierten mehrere Eltern mit ihren Kindern Winterschuhe an, um gewappnet zu sein, sollte während des Lockdowns der Wintereinbruch kommen.

Auch in anderen Geschäften standen zielgerichtete Besorgungen und vorgezogene Weihnachtseinkäufe im Vordergrund. Viel los war auch in den Friseurstudios und etliche Leute trafen sich beim Bäcker auf ein Frühstück. Einige Modeketten lockten mit hohen Rabatten.

Warteschlangen bei Impfstraßen

Im Auhofcenter bildete sich wie schon in den vergangenen Tagen auch am Samstag eine Warteschlange vor der Impfstraße. Die Stadt Wien impft hier ohne Termin und stockte die Kapazitäten zuletzt auf. Da Wien bereits seit einer Woche bei allen vier zugelassenen Corona-Impfstoffen schon nach vier Monaten die Auffrischung ermöglicht, ließen sich hier auch viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher boostern.

Nicht nur im Aufhofcenter stauten sich die Autos, auch beim Gewerbepark Stadlau und bei der Zufahrt zum größten Einkaufszentrum Österreich, der Shopping City Süd in Vösendorf, stockte zu Mittag der Verkehr. In Eisenstadt war bei den Fachmarktzentren auch einiges los, aber kein Riesenansturm.

"Starker Tag"

In Westösterreich hat der ab Montag bevorstehende Lockdown ebenfalls zu einer hohen Frequenz der Einkaufszentren geführt. So war etwa Vorarlbergs größtes Einkaufszentrum - der Messepark in Dornbirn - von der Früh weg ausgezeichnet besucht, im Innsbrucker DEZ fing der Tag „mit einer guten Frequenz“ an - mit einer weiteren Steigerung wurde am Nachmittag gerechnet. „Man spürt, dass ab Montag wieder Lockdown herrscht“, sagte Messepark-Geschäftsführer Burkhard Dünser.

Dünser sprach von „sehr, sehr gutem Besuch, es ist ein ganz starker Tag“. Die Parkplätze waren gegen Mittag zu 96 Prozent besetzt. Nichtsdestotrotz ging der Geschäftsführer von einem noch gesteigerten Andrang am Nachmittag aus. Der Samstagnachmittag ist üblicherweise die beste Einkaufszeit. Es seien genügend Ausweichparkplätze vorhanden, zeigte man sich im Messepark gerüstet.

Im DEZ war am Vormittag gegen 11.00 Uhr zwar „noch nicht die Hölle los“, das Einkaufsgeschehen wurde auf APA-Anfrage aber als „richtig gut“ beschrieben. Auch rechnete man damit, dass am späten Vormittag und am Nachmittag noch deutlich mehr Leute kommen könnten.

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