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Chronik Österreich
01/23/2022

22.453 Neuinfektionen: Höchster Sonntagswert seit Pandemiebeginn

Sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.757,68.

von Kevin Kada

Nach mehrtägigem Ausfall haben Innen- und Gesundheitsministerium die Corona-Zahlen für Donnerstag bis einschließlich Samstag nachgeliefert. Demnach hat es hierzulande am Samstag 24.260 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gegeben, am Freitag 25.346 und am Donnerstag 24.314. Das war jeweils deutlich über dem Sieben-Tages-Schnitt von 21.345. Beseitigt sind die Datenprobleme - Ursache dafür sind die hohen Fallzahlen - allerdings nicht.

Offizielle Zahlen für den Sonntag lagen vorerst nicht vor, Sonntagmittag folgte dann die offizielle Mitteilung.

Von Samstag auf Sonntag sind 22.453 Neuinfektionen gemeldet worden. Das ist der höchste Sonntagswert seit Pandemiebeginn. Die 7-Tage-Inzidenz erhöht sich somit auf 1.751,5, sie war in allen neun Bundesländern bereits vierstellig. Zudem gibt es sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. 

Die Zahl der aktiven Fälle steigt erstmals seit Pandemiebeginn auf über 200.000, konkret sind derzeit 208.238 Personen aktiv infiziert

Aktuell werden 1.129 Personen im Krankenhaus mit einer Covid-Infektion behandelt. Das sind um drei mehr als am Samstag. Davon werden 192 Menschen auf der Intensivstation betreut. Das sind zwei weniger als gestern.

Vor beinahe zwei Jahren - am 25. Februar 2020 - hat es die ersten bestätigten Fälle in Österreich gegeben. Seither kamen mehr als 1,6 Millionen positive Tests hinzu. Bis Sonntag, 9.30 Uhr, waren es insgesamt 1.600.041 bestätigte Infektionen. Als Genesen gelten 1.377.812 Menschen. Der Sieben-Tages-Schnitt der täglichen Neuinfektionen betrug bereits 22.350. Vor einer Woche waren am Sonntag noch 15.419 weitere Infizierte binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Impfungen

21.343 Impfungen gegen Covid-19 sind am Samstag durchgeführt worden. Das waren signifikant weniger als an den beiden vorangegangene Samstagen mit 33.540 (15. Jänner) bzw. 43.523 (8. Jänner) Stichen. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.724.061 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Exakt 6.443.414 Menschen und somit 72,1 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Von den 21.343 Impfungen am Samstag waren 2.418 Erststiche, das sind 11,33 Prozent. Damit lag die Zahl der erstmaligen Impfungen deutlich unter dem Sieben-Tages-Schnitt von 3.982. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 27.872 Erstimpfungen durchgeführt. 3.871 Impfungen waren Zweitstiche - auch das war im Sieben-Tages-Schnitt (6.166) unterdurchschnittlich. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 43.163 Zweitstiche verabreicht.

Die 15.054 Drittstiche am Samstag entsprachen 70,53 Prozent aller durchgeführten Impfungen. Damit lag auch die Zahl der Drittimpfungen unter dem Sieben-Tages-Schnitt von 24.139. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 16.8976 Drittstiche verabreicht.

Die Impfraten nach Altersgruppen: Bei den 12- bis 24-Jährigen haben 69,3 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 72,6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 75,8 Prozent.

77,6 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 84,8 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 88,2 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,4 Prozent und die Gruppe 85plus 85,5 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre werden 11,2 Prozent ausgewiesen.

Die Neuinfektionen in den Bundesländern

  • Wien: 4.857
  • Niederösterreich: 3.938
  • Oberösterreich: 3.414
  • Tirol: 2.667
  • Steiermark: 2.326
  • Salzburg: 1.887
  • Kärnten: 1.725
  • Vorarlberg: 1.062
  • Burgenland: 577

Aktuelle Entwicklungen

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Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird in Österreich geimpft. Die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, zeigen tagesaktuell, wie der Impfstatus im Land derzeit aussieht.

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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