Polizei rüstet sich für Events

Mick Jagger, Ronnie Wood, Charlie Watts and Keith …
Foto: AP/Markus Schreiber Die Stones rocken am Samstag in Spielberg

Massive Sicherheitsvorkehrungen für "Rolling Stones" und "Aufsteirern".

Es geht nicht mehr ohne sie: Polizisten, die bei Großveranstaltungen patrouillieren, unterstützt von Spezialeinheiten, deutlich erkennbar an Vermummung und Gewehren. Auf dieses Bild werden sich die Besucher des Rolling Stones-Konzerts in Spielberg einstellen müssen: Wenn die Altmeister des Rock Samstagnacht beim Red Bull-Ring-Gelände auftreten, spielt die Sicherheit aller eine große Rolle.

Bereits im Vorfeld wird das Veranstaltungsgelände auf verdächtige Gegenstände untersucht, erklärt Leo Josefus, Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark. Die Kollegen der Spezialeinheit Cobra seien im Einsatz, ebenso Beamte mit Spürhunden: "Es geht um das Erkennen von Sprengstoff und dass man Gefahren minimiert." Das kennt man schon von anderen Großereignissen in Spielberg: Auch im Juli vor dem Formel-1-Grand-Prix wurden die Besuchertribünen penibel abgesucht.

90.000 Fans werden am Samstag erwartet, zusätzlich zu den Sicherheitsmaßnahmen der Polizei sind die Zutrittskontrollen durch private Sicherheitsleute rigoros. Um lange Warteschlagen und Staus bei der Anreise in den kleinen Ort im Murtal zu verhindern, empfehlen Veranstalter und Autofahrerklub ÖAMTC eine frühe Anreise. Am besten gleich vormittags: Ab zehn Uhr ist der Eintritt möglich, es gibt einen eigens dafür eingerichteten Wartebereich.

Gefährliche Armbänder

Die Liste dessen, was aus Sicherheitsgründen draußen bleiben muss, ist lang. Stühle, Sitzpolster, Selfie-Sticks sind tabu, ebenso jeglicher Behälter aus Glas, Sprühdosen, Transparente oder Skateboards. Waffen aller Art sowieso und sogar Armbänder, von denen "spitze oder stumpfe Gefahr ausgeht, zum Beispiel Spitznietenarmbänder", heißt es in der peniblen Auflistung. Zu große Taschen müssen ebenfalls draußenbleiben, höchstens Taschen in der Größe eines A5-Blocks sind drin.

Regenschirme sind nicht gestattet, was wiederum so manchem Besucher missfallen könnte. Denn die Wetterprognose für Samstag ist durchwachsen: "Kurze, kräftige Regenschauer bis in den Abend lassen sich nicht ausschließen", berichten die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik - kurz: es dürfte gatschig werden auf dem Gelände. Und kühl obendrein: "Recht frische zwölf Grad" sagen die Meteorologen für den Konzertbeginn ab 20.30 Uhr voraus.

aufsteirern Foto: /elmar gubisch

Hunderte Polizisten werden jedenfalls an diesem Wochenende (Extra-)Dienst tun. Denn auch in Graz geht eine Großveranstaltung über die Bühne: 100.000 Besucher werden am Sonntag zum "Aufsteirern" erwartet, einem Folklorefest mit Musik, Tanz und Essen, bei dem die gesamte Innenstadt zum Dorf wird.

Sicherheitsschleusen

Anders als beim Konzert in Spielberg ist hier der Eintritt frei, es gibt keine Securitys, die Tickets prüfen oder Taschen kontrollieren. Die Sicherheitsmaßnahmen schauen hier anders aus: Die Polizei arbeitet mit Sicherheitsschleusen mit Hilfe von Gittern, damit der Zu- und Abgang an neuralgischen Punkten wie der Herrengasse besser unter Kontrolle ist.

Es kommt auch keine Großveranstaltung mehr ohne diese Maßnahme aus: Das Stadtpolizeikommando blockiert Zufahrten in die Innenstadt mit mobilen Betonelementen. Das soll verhindern, dass Kfz in die Zuschauer rasen. Gerade in Graz herrscht besondere Sensibilität: Die Amokfahrt mit drei Toten und mehr als 100 Verletzten durch Herrengasse und Hauptplatz vom Juni 2015 wirkt noch nach. Mittlerweile sind auch fixe Poller an neuralgischen Stellen geplant - als Reaktion auf die neue Lage.

(kurier) Erstellt am
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