Pfingstverkehr: Wo massive Staus drohen und günstige Tank-Tipps
Zu Pfingsten rollt eine Reisewelle an.
Das lange Wochenende an der Adria oder einem See verbringen, um den Sommer einzuläuten – das ist für viele Österreicher zu Pfingsten Tradition. Am weitesten fahren, um diese Idylle genießen zu können, müssen die Wiener. Zu deren Leidwesen gibt es heuer einige Bereiche auf Österreichs Autobahnen, in denen massive Staus drohen.
Ferienstart und A10-Sperre
Eine der Haupt-Staurouten in den Süden bzw. Westen wird schon am Freitag die Tauernautobahn A10 sein, die derzeit in Richtung Norden gesperrt ist, weil ein Tunnel nach einem Unfall saniert werden muss. „Speziell vor den Baustellenbereichen Pass Lueg – Werfen und Eben – Flachau rechne ich mit langen Staus“, sagt Stauberater Florian Thaler vom ÖAMTC und erinnert im Zuge dessen auch an die geltenden Abfahrtssperren für den Durchgangsverkehr.
Rechtzeitig zum Start ins Wochenende wird die Sperre zwar am Samstag aufgehoben, die Straßen in diesem Bereich werden aber auch durch den Ferienstart in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zusätzlich mit Urlauberverkehr belastet. Will man aus dem Osten also zum Beispiel ins südliche Salzburg, könnte man eher Nebenrouten nutzen, wie die S6 Semmering Schnellstraße.
Wer durch Kärnten fährt, muss sich vor der Baustelle im Bereich Knoten Spittal-Millstätter See auf zähen Verkehr und Wartezeiten gefasst machen. Die Fahrt nach Kroatien wird vor dem Karawankentunnel zeitweise gestoppt.
Hauptverkehrstag Samstag
Der Hauptverkehrstag wird dann der Samstag werden. Die Straßen Richtung Adria werden da an ihre Kapazitäten stoßen, wie der ÖAMTC warnt. Aber auch auf der Brennerachse und der West-Ost-Strecke, also A8 – A1 – A21 – S1 – A4 in Richtung Ungarn, rechnen die Verkehrsexperten mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen.
Staupunkte: An diesen Stellen könnte es ebenfalls zu Staus kommen:
- A1/A7: Großraum Linz
- A4 : Knoten Schwechat – Fischamend
- A9: Mautern – Traboch, Deutschfeistritz - Gratkorn, Graz-Webling - Schwarzlsee, Grenzübergang Spielfeld A12: Kufstein – Wiesing
- A13: Im Bereich Luegbrücke A14: Dornbirn - Hohenems B169: vor dem Brettfalltunnel
- B179: im gesamten Verlauf B31: Zell am See - Lend
Engstellen sind durch Bauarbeiten im Bereich Knoten Schwechat auf der S1 Wiener Außenring Schnellstraße und auf der A4 Ostautobahn zwischen dem Knoten Bruckneudorf und Neusiedl am See gegeben.
Mit Grenzwartezeiten muss man an so verkehrsreichen Tagen bei den Übergängen in Nickelsdorf, Spielfeld, beim Karawankentunnel, in Kufstein, beim Walserberg und in Suben rechnen.
Nur eine Spur und Rückreiseverkehr
Aber auch alle, die sich den Verkehr nicht antun wollen und in Wien bleiben, könnten letztendlich im Stau stehen: Von Samstag, 22 Uhr bis Montag, 5 Uhr, steht auf der Tangente in Fahrtrichtung Graz durchgehend nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Speziell am Sonntagnachmittag muss man dort also mit massiven Verzögerungen rechnen.
Die sind dann auch beim Rückreiseverkehr ab Montag zu erwarten, wenn die Blechlawine wieder in die andere Richtung, also gen Norden rollt. Vor allen an den Stadteinfahrten wird es gegen Abend hin Verzögerungen geben.
Tank-Tipps im Ausland
Der Weg ins lange Wochenende setzt dem Urlaubsbudget dieser Tage besonders zu. Fährt man aber ins Ausland, könnte man sparen. In Slowenien und Kroatien tankt man beispielsweise günstiger als in der Heimat. Beide Länder haben staatlich regulierte Höchstpreise, die aktuell unter den Durchschnittspreisen in Österreich liegen.
Zu beachten ist aber, dass diese regulierten Preise nur abseits von Autobahnen und Schnellstraßen gelten.
Ein Abstecher in einen Ort oder eine Stadt lohnt sich also. Zum Vergleich: In Kroatien kostet der Liter Benzin derzeit 1,64 Euro, in Österreich 1,81 Euro. Beim Diesel ist die Ersparnis noch größer: Ein Liter kostet in unserem Nachbarland 1,66 Euro, in Österreich 1,91 Euro.
Reist man nach Italien, ist es ratsam, noch im Heimatland zu tanken. Die Preise sind dort aktuell höher als in Österreich. Der ÖAMTC empfiehlt allgemein, die Reise nicht auf Reserve zu beginnen, weil vereinzelt auch leergekaufte Kraftstofftanks erwartet werden – vor allem dort, wo es billiger ist.
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