APA13264888-2 - 17062013 - KEUTSCHACH - ÖSTERREICH: Ein Luftbild des Aussichtsturmes am Pyramidenkogel vom 13. Juni 2013. Am 20. Juni wird der Welt höchster Aussichtsturm aus Holz auf dem Kärntner Pyramidenkogel eröffnet. APA-FOTO: GERT EGGENBERGER

© APA/GERT EGGENBERGER

Pyramidenkogel
08/20/2013

Pannen-Lift wird jetzt „an die Kette gelegt“

Der immer wieder defekte Aufzug des Kärntner Aussichtsturms bekommt eine Spezial-Kabel

von Brigitta Luchscheider

1300 Stunden hat der Einbau des Panoramalifts im neuen Aussichtsturm auf den Pyramidenkogel in Kärnten gedauert – die Reparaturen haben bisher auch schon 300 Stunden in Anspruch genommen. Diese Woche soll das Problem gelöst werden: Die laut Lift-Profi Martin Buchsbaum „weltweit einzigartige Konstruktion“ bekommt ein neues, mit einer Kette versteiftes Kabel. „Der Aufzug läuft bis auf 50 Meter Höhe ohne Schacht. Das ist maximal mit einem Lift in China vergleichbar, der 330 Meter an einer Felswand entlang gleitet“, erklärt der 33-jährige Mechatroniker. „Daher muss man dieser Einrichtung etwas Zeit für Adaptierungen lassen.“

Stillstand

Drei Tage nach der Eröffnung am 20. Juni stand der Aufzug das erste Mal still – in 12,36 Metern Höhe, genau am weitesten vom nächsten Ausgang entfernten Punkt. Es dauerte eineinhalb Stunden, bis die Besucher durch manuelle Steuerung befreit wurden. Den Grund beschreibt Buchsbaum so: „Dass die Kabine mit dem Gewicht ihrer Passagiere und das Gegengewicht genau gleich schwer sind, kommt so selten vor wie ein Lotto-Sechser.“

Seither gibt es einen „Notfall-Stecker“, um Licht und Klimaanlage in Betrieb zu halten. Und mit Bergrettung, Feuerwehr und Rotem Kreuz wurde danach eine große Sicherheitsübung abgehalten.

Nach 37.000 Fahrten gab es erneut einen unfreiwilligen Stopp, dann wiederum musste das Steuerungsseil getauscht werden. Doch zwei Tage nach dieser Reparatur streikte der Aufzug erneut. „Das Kabel lief durch den Schacht, Wind und Witterung in dieser exponierten Lage dürften die Probleme ausgelöst haben“, meint Buchsbaum: „Deshalb wird das ganze Kabel getauscht.“

Wer die Kosten übernimmt, ist noch nicht klar. Buchsbaum: „Wir haben keine Fehler gemacht. Das muss sich die deutsche Liftbaufirma, die diese Konstruktion entworfen hat, mit dem Betreiber ausmachen.“

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