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Ordensgründer und Sozialpionier Don Bosco (Symbolfoto)

© APA/AFP/ANTHONY WALLACE / ANTHONY WALLACE

Chronik Österreich
08/21/2020

Orden der Salesianer Don Boscos verlässt Graz nach 85 Jahren

Aus Personalmangel beenden die Ordensbrüder ihre Tätigkeit. Jahrzehntelange Seelsorge prägte in Graz einen ganzen Stadtteil.

Die Salesianer Don Boscos beenden nach 85 Jahren ihre Präsenz in Graz. Sie werden am Sonntag mit einem Festgottesdienst verabschiedet, teilte die Diözese Graz-Seckau am Freitag auf Facebook mit. "Beim Gottesdienst mit Generalvikar Erich Linhardt und dem neuen Provinzial, Siegfried Kettner, wird für ihr jahrzehntelanges segensreiches Wirken in der Grazer Pfarre Heiliger Johannes Bosco gedankt."

Franz Kos, Kaplan der Pfarre Don Bosco, wusste schon im September 2016, als er nach Graz kam, "dass sein Wirken hier auf wenige Jahre begrenzt sein wird". Die Salesianer hatten schon damals beschlossen, um 2020 herum aus Graz wegzugehen. Dabei verbinde die Landeshauptstadt und den Orden eine lange Vorgeschichte, schilderte die Diözese: Im Jahr 1934 sind die Salesianer nach Graz an den südwestlichen Stadtrand Neu-Hart gekommen. "Sie haben sich ihrer Berufung gemäß in erster Linie der Kinder und Jugendlichen angenommen."

Die ersten Messen feierten sie in einem alten Pulverturm. Der sonderbare Gottesdienstraum wurde 1935 von Bischof Pawlikowski als Pfarrkirche dem 1934 heiliggesprochenen italienischen Priester Johannes Bosco geweiht. 1936 wurde die Errichtung einer Pfarre genehmigt. Mittlerweile hat sich diese Pfarre mit angeschlossenem Kinder- und Jugendheim zu einer wichtigen Seelsorgestelle entwickelt. Kirche und Pfarre dienten der Öffentlichkeit als Orientierungspunkt, sodass der ganze Stadtteil von der Grazer Bevölkerung mittlerweile "Don Bosco" genannt wird.

Personalmangel

In den letzten Jahrzehnten habe es sich immer schwieriger gestaltet, die Pfarre durch die Salesianer zu besetzen. Der Personalmangel führte zum Abschied von der Niederlassung. Sie wurde Ende April 2019 kanonisch geschlossen. Es wurde aber zugesagt, dass Pater Kos als Kaplan bis Sommer 2020 und Pater Helmut Rodosek als Pfarrer - solange es die Gesundheit erlaubt - bleiben können.

Rodosek habe sich nun entschieden, in den Diözesanklerus überzutreten. Er wurde mit Mai 2020 in die Diözese Graz-Seckau aufgenommen. "Mein Herz hängt an dieser Pfarre und ich möchte meiner Aufgabe als Seelsorger für die Menschen treu bleiben", sagte er. Franz Kos wird demnächst in der Diözese Gurk-Klagenfurt die Leitung von zwei Pfarren übernehmen.

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