Chronik | Österreich
24.11.2017

Neuer Innsbrucker Bischof holt früheren Konkurrenten für Amt ins Boot

Jakob Bürgler galt selbst als Bischofsanwärter. Der neue Tiroler Oberhirte Hermann Glettler holt ihn in sein Führungsteam

Fast 100 Wochen leitete Jakob Bürgler nach dem Abgang von Bischof Manfred Scheuer nach Linz die Diözese Innsbruck als Administrator. Er galt in dieser Zeit selbst als einer der heißesten Anwärter für die Nachfolge Scheuers, nicht zuletzt weil sich die Ortskirche einen Tiroler als Bischof wünschte.

Der Papst hat sich letztlich, wie berichtet, für den Steirer Hermann Glettler entschieden. Der designierte Bischof, der am 2. Dezember aufgrund des großen Interesses in der Innsbrucker Olympia-Halle geweiht wird, hat nun die Zukunft Bürglers geklärt. Der wird demnach zwar nicht mehr auf seinen alten Posten als Generalvikar der Diözese zurückkehren, aber vom neuen Bischof weiter im obersten Leitungsteam behalten. Der einstige Mitbewerber von Glettler wird von ihm zum Bischofsvikar und somit zu einem seiner Stellvertreter ernannt.

Erste Entscheidung

Es ist die erste Personalentscheidung des designierten Innsbrucker Bischofs, die er am Freitag bekannt gegeben hat. Das Aufgabengebiet von Bürgler werde im Bereich des missionarischen Pastorals liegen, hieß es in einer Aussendung. Der Tiroler werde sich bis Ende März 2018 eine Zeit des Übergangs und der Neuorientierung nehmen. Die Ernennung eines neuen Generalvikars soll zeitnahe erfolgen. Bis dahin soll Regens Roland Buemberger, der in seinem Amt bestätigt wurde, zum interimistischen Generalvikar ernannt werden.