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Chronik Österreich
04/06/2021

Nach Ostern nochmal weihnachtlich: Schnee bis nach Wien

In Vorarlberg fielen verbreitet zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee.

Der April macht seinem Ruf wettertechnisch alle Ehre. SchneefĂ€lle und heftiger Wind haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in KĂ€rnten, Tirol und Vorarlberg die EinsatzkrĂ€fte auf Trab gehalten. Auch in der Wien schneite es am Dienstagnachmittag zeitweise.

In KĂ€rnten kam es wegen starker SchneefĂ€lle am Dienstag zu Verzögerungen auf den Straßen. Wie die Feuerwehr Preitenegg mitteilte, war auf der SĂŒdautobahn (A2) im Bereich des Packsattels (Bezirk Wolfsberg) ein Lkw von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen, der verletzte Lenker wurde ins Krankenhaus gebracht.

Ein Unfall wurde auch von der Karawankenautobahn (A11) bei St. Niklas gemeldet, hier hatte sich ein Auto ĂŒberschlagen, eine Person wurde verletzt. Kettenpflicht herrschte DienstagfrĂŒh am Loiblpass, der KĂ€rnten mit Slowenien verbindet. 

In Tirol waren die EinsatzkrĂ€fte wegen starker Windböen gefordert. In Hopfgarten im Brixental (Bezirk KitzbĂŒhel) verlegten mehrere durch Windböen umgeworfene BĂ€ume eine Landesstraße. In Jenbach im Bezirk Schwaz wurde ein Blechdach eines Gartenhauses komplett abgedeckt. Und ebenfalls in Hopfgarten flammte durch den Wind ein Feuer in einer Feuerschale vor einem Gartenhaus gehörig auf und hatte einen Einsatz zur Folge.

Ein 53-JĂ€hriger hatte zuvor das Feuer in der Feuerschale entzĂŒndet. Schließlich entwickelte sich starker Rauch. 

Unterdessen prĂ€sentierte sich Vorarlberg am Dienstag in winterlichem Ambiente. Meldungen ĂŒber UnfĂ€lle blieben vorerst aus, die Straßen waren zumeist frei befahrbar. In höheren Lagen bestand gebietsweise erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fĂŒnfstufigen Gefahrenskala. Der Schnee fiel bis ins Rheintal, verbreitet lagen zehn bis 20 Zentimeter, in den nördlichen Regionen auch mehr. Im Tagesverlauf kam es zu weiteren SchneefĂ€llen.  

Kommende Tage fĂŒr Obstbauern kritisch 

Noch hat der aktuelle Wetterumschwung mit teilweise Frost und Schnee zu keinen großflĂ€chigen SchĂ€den in der Landwirtschaft gefĂŒhrt. Die kommenden Tage sind fĂŒr die heimischen Bauern aber kritisch. Aktuell gebe nur vereinzelt SchĂ€den - etwa bei der Marillen- und KirschblĂŒte - im SĂŒden und Osten von Österreich, hieß es von der Hagelversicherung auf APA-Anfrage. Die Entwicklung hĂ€nge von den nĂ€chsten Tagen ab.

Laut Landwirtschaftskammer Steiermark haben die bisherigen Frostereignisse zu BlĂŒtenschĂ€den, insbesondere bei MarillenbĂ€umen, gefĂŒhrt. Nach derzeitigen EinschĂ€tzungen dĂŒrfte sich das aber noch nicht auf den Ertrag auswirken. Die fĂŒr die kommenden Tage prognostizierten Temperaturen werden als kritisch eingestuft. Bei einer Temperatur unter minus fĂŒnf Grad Celsius wĂ€re mit ErtragsausfĂ€llen zu rechnen.

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