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Chronik Österreich
07/13/2022

Nach KURIER-Bericht: Bildungsdirektion untersucht den Tod eines Schülers

Man sei bereits dabei, die Mitarbeiter zu befragen, erklärte Heinrich Himmer in einem Radio-Interview.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Der KURIER-Bericht über den mysteriösen Tod eines 22-jährigen Wiener Berufsschülers anlässlich eines Schnuppertrainings beim Simmeringer Footballklub Vienna Vikings schlägt hohe Wellen. Bildungsdirektor Heinrich Himmer will jetzt den Fall auch auf dienstrechtliche Vergehen hin untersuchen lassen, wie er im Ö1-Mittagsjournal bestätigte.

„Wir sehen, es gibt ja auch unterschiedliche Stellungnahmen dazu vonseiten der Schüler, Schülerinnen, von einzelnen Personen“, meinte Himmer am Mittwoch. Er verneinte aber, dass der Schüler bei Temperaturen von 35 Grad Celsius gedrängt worden sei, weiterzumachen.

Man sei bereits dabei, die Mitarbeiter zu befragen, erklärte Himmer in einem Interview mit Radio Wien. Auch die Schüler seien eingeladen, Stellung zu nehmen, wenn sie das wollten. Die Befragungen könnten jedoch bis in den September dauern, denn man wolle niemanden aufgrund der Sommerferien ausschließen. Im KURIER hatten zwei Mitschüler Vorwürfe gegen die Lehrerschaft bezüglich einer möglichen Mitverantwortung am Tod des 22-Jährigen erhoben.

Dieser war am 30. Juni 2022 um etwa 14.30 Uhr in der Hitze zusammengebrochen. Laut Wiener Berufsrettung habe der Schüler einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten, die Reanimation blieb erfolglos. Der Mann ist noch an Ort und Stelle verstorben. Laut KURIER-Informationen wurden die übrigen Schüler vorzeitig entlassen und einige „beobachteten von außerhalb des Geländes das Eintreffen von Notarzt und Rettung“. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich haben sich damals keine Zeugen gemeldet, die Ermittlungen seien eingestellt worden.

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