SALZBURG: UNWETTER UND MURENABGANG IM LUNGAU

In den letzten Tagen zogen schwere Unwetter durch Tirol und Salzburg. Im Bild: Aufräumarbeiten im Lungau.

© APA/FRANZ NEUMAYR / FRANZ NEUMAYR

Chronik Österreich
07/29/2022

Beschädigte Häuser und Murenabgänge nach Unwettern

In Tirol mussten mehrere Straßen gesperrt werden. Im Oberpinzgau waren Donnerstagabend 16 Gebäude nicht erreichbar.

Starker Regen und Gewitter haben Donnerstagabend in Tirol und Salzburg zu Straßensperren und Murenabgängen geführt. Die Pass-Thurn-Straße (B161) zwischen Salzburg und Tirol sowie die Gerlosstraße (B165) mussten vorübergehend gesperrt werden. Zudem kam es in Wattens (Bezirk Innsbruck-Land) zu einem Felssturz - mehrere große Felsbrocken fielen laut Polizei auf die Landesstraße im Wattental. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Es wurde niemand verletzt.

Auch in der Kelchsau (Bezirk Kitzbühel) ereignete sich laut Medienberichten ein Murenabgang, wobei die Verbindung zu einer Alm abgeschnitten worden war. In Serfaus (Bezirk Landeck) sorgte ein Blitzschlag für einen kleinen Waldbrand, aufgrund des "unwegsamen Geländes" und der Dunkelheit hatten es die 56 Feuerwehrleute laut Polizei mit einem schwierigen Einsatz zu tun.

Die B161 war bei Jochberg (Bezirk Kitzbühel) gesperrt worden, weil es eine Vermurung und Überflutung gab. Auch auf Salzburger Seite war die Straße wegen Murenabgängen und Überflutung nicht passierbar. Grund für die vorübergehende Sperre der B165 war eine Überschwemmung in der Ortsdurchfahrt Neukirchen am Großvenediger (Pinzgau) gewesen.

Beschädigte Häuser im Oberpinzgau

Im Oberpinzgau in Salzburg sorgten heftige Gewitter mit Starkregen am Donnerstagabend für Murenabgänge und Überflutungen. Mehrere Häuser wurden beschädigt. "Personen kamen nicht zu Schaden", sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Portenkirchner zur APA. Am Freitag in der Früh waren seinen Schilderungen zufolge noch acht Objekte in Hollersbach von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einsatzkräfte hatten aber telefonischen Kontakt zu den Bewohnern.

Von dem Unwetter stark betroffen waren neben Hollersbach auch die Gemeinden Mittersill, Bramberg, Neukirchen am Großvenediger, Wald und Krimml. Wegen der hohen Niederschlagsmengen traten innerhalb kürzester Zeit mehrere kleine Bäche über die Ufer. "Einige Wohnhäuser und Straßenabschnitte wurden durch Schlamm, Gestein und Gehölz vermurt", hieß es im Polizeibericht. Auch Keller wurden überflutet.

15 Gebäude waren nicht erreichbar

Die größten Schäden sind im Ortsteil Grubing in Hollersbach entstanden, dort ist eine große Mure abgegangen. "Gestern Abend waren noch 15 landwirtschaftliche Gebäude nicht erreichbar", erklärte der Bezirksfeuerwehrkommandant. Mit Baggern sei bereits begonnen worden, das Geröll von den Straßen zu entfernen.

Die Feuerwehr löste am Freitag in der Früh Bezirksalarm aus. "Vier Katastrophenzüge vom Pinzgau sind im Einsatz", sagte Portenkirchner. Rund 500 Feuerwehrleute aus dem ganzen Bezirk werden sich an den Aufräumarbeiten beteiligen. Am Donnerstagabend mussten wegen der Murenabgänge und Überflutungen die Pass-Thurn-Straße (B161) zwischen Salzburg und Tirol sowie die Gerlosstraße (B165) vorübergehend gesperrt werden.

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