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Kriminalität
08/17/2019

Mordalarm: Hochschwangere Kärntnerin tot in Badewanne gefunden

Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht.

von Nikolaus Tuschar

Eine 31 Jahre alte, hochschwangere Kärntnerin ist in der Nacht auf Samstag von der Polizei tot in ihrer Badewanne aufgefunden worden. Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus, im Zuge dessen die Frau ertrunken sein dürfte.

Zwei Kinder der Frau, drei und vier Jahre alt, befanden sich in der Wohnung und wurden zur Betreuung ins Landeskrankenhaus Villach gebracht. Das dritte Kind der Frau, 9 Jahre alt, war zum Tatzeitpunkt bei der Mutter des Opfers.

Nachbarn schlugen Alarm

Nachbarn des Mehrparteienhauses in der Ortschaft Feffernitz bei Paternion im Bezirk Villach-Land hatten Alarm geschlagen, nachdem sie kurz nach 1 Uhr Lärm, gefolgt von Stille, vernommen hatten.

Die  Polizeibeamten verschafften sich über den Balkon Zugang zur Wohnung, da die Tür versperrt war. Sie fanden die Frau – sie war im neunten Monat schwanger – leblos in der Badewanne. Auch der Fötus ist gestorben.

KÄRNTEN: MORDALARM - HOCHSCHWANGERE KÄRNTNERIN TOT IN BADEWANNE GEFUNDEN

Zeugen zufolge soll dann jemand aus der Wohnung gelaufen sein. Einen konkreten Tatverdächtigen gab es zunächst nicht. Ein Mann, der kurz nach der Tat zu Fuß geflüchtet sein soll, wird als 1,70 bis 1,80 Meter groß und blond beschrieben. Er war demnach mit einem blaugrauen T-Shirt bekleidet und hatte eine helle Jacke in der Hand. Er sei laut Zeugenaussagen Richtung Osten geflohen.

Umfeld wird geprüft

In einem Gespräch mit dem KURIER erklärte Revierinspektorin Waltraud Dullnigg: „Es sind keine Einbruchspuren an der Tür zu sehen.  Jetzt muss das Umfeld des Opfers überprüft werden.“

Eine Obduktion der Leiche wurde angeordnet, ein Ergebnis ist noch ausständig. Die Frau lebte mit ihren drei Kindern allein in der Wohnung. Das dritte Kind im Alter von neun Jahren hatte die Nacht bei der Großmutter verbracht.

Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Die Polizei betont, dass das gesamte Umfeld des Opfers überprüft und befragt werden müsse, was einige Zeit in Anspruch nehmen werde.