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Chronik Österreich
07/07/2022

Messerattacke auf 22-Jährigen in Tirol: Verdächtiger ausgeforscht

Opfer erkannte den mutmaßlichen Täter ein paar Tage nach der Tat. Gegenstände, die auf Tat hinweisen, wurden gefunden.

Nach einer Messerattacke auf einen 22-Jährigen in der Nacht auf Sonntag in Telfs (Bezirk Innsbruck-Land) hat die Polizei am Mittwoch einen 25-jährigen Tatverdächtigen ausgeforscht. Das Opfer hatte den Mann, dessen Staatsangehörigkeit vorerst unklar war, am Nachmittag in Telfs wiedererkannt. Daraufhin wurde eine Fahndung eingeleitet, die letztlich erfolgreich verlief.

Über Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde die Unterkunft des 25-Jährigen durchsucht, wobei "eindeutige Gegenstände gefunden wurden, die auf die Täterschaft des Mannes hindeuten", wie es seitens der Ermittler am Donnerstag hieß. Derzeit seien noch weitere Ermittlungen im Gange.

Schnittwunden im Bein

Der 22-Jährige war mit mehreren schweren Schnittwunden ins Landeskrankenhaus Hall eingeliefert worden. Ausgangspunkt der späteren Tat war, dass eine 25-jährige Einheimische gegen 4.20 Uhr allein zu Fuß nach Hause unterwegs war. Ihr fiel dabei auf, dass ihr eine männliche Person folgte. Da sie dadurch Angst bekam, begab sie sich zu dem 22-jährigen Bekannten, den sie vor einem Lokal stehen sah.

Die Hoffnung, der Unbekannte würde sich dadurch entfernen, erfüllte sich nicht - im Gegenteil. Es kam zu einer zuerst verbalen Auseinandersetzung und schließlich einem heftigen Gerangel, bei dem der 22-Jährige zu Sturz kam. Als er sich den Angreifer mit Tritten vom Leib halten wollte, schnitt bzw. stach ihm der Unbekannte mehrmals ins rechte Bein. Der Täter konnte zunächst unerkannt flüchten.

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