Mehrere Verletzte nach Attacken mit Messern am Wochenende

WIEN: SYNTHETISCHE DROGEN LIESSEN LOKALBESUCHER IN
Foto: APA/POLIZEI Mit diesem Messer hat ein 27-Jähriger in Wien-Ottakring zugestochen

In der Steiermark und Wien kam es zu insgesamt drei blutigen Auseinandersetzungen.

Bei Angriffen mit Messern in der Steiermark und in Wien sind am Wochenende insgesamt drei Menschen verletzt worden. In Bruck an der Mur ist am Sonntagnachmittag ein Streit zwischen zwei Männern in einer Wohnung eskaliert. Ein 40-Jähriger versetzte dabei seinem 37-jährigen Schwager mit einem Messer aus der Küche einen Stich in den Oberschenkel. Danach flüchtete er. Die Polizei nahm ihn wenig später fest. Der Verletzte wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt ins Landeskrankenhaus in Bruck gebracht.

Zu zwei weiteren Messerattacken war es in der Nacht auf Sonntag in Wien gekommen. In einem Hotel in Favoriten ist ein 37-Jähriger angegriffen worden. Das Opfer suchte mit einer Stichverletzung im Rücken Hilfe bei einem Mitarbeiter. Vom Täter fehlte jede Spur – aufgrund eines Schocks konnte der 37-Jährige zunächst keine verwertbaren Aussagen machen.

Drogen als Auslöser

Die Einnahme synthetischer Drogen soll einen 27-Jährigen in einem Lokal in Ottakring zum Ausrasten gebracht haben. Er fügte ebenfalls mit einem Messer einem 31-Jährigen schwere Verletzungen zu. Das Opfer erlitt laut Polizei einen Bauchstich und Verletzungen an den Unterarmen. Lebensgefahr habe aber keine bestanden, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Besucher des Lokals in der Kirchstetterngasse hatten gegen 1.40 Uhr wegen des Randalierers eine Funkstreife angehalten. Als die Beamten eingetroffen waren, wollte der 27-Jährige noch flüchten. Er wurde allerdings in der Neulerchenfelder Straße festgenommen. Die Beamten stellten die Tatwaffe sicher. Bei seiner Vernehmung gab der Verdächtige zu, Drogen konsumiert zu haben. An den Grund für die Auseinandersetzung mit dem 31-Jährigen wollte er sich aber nicht mehr erinnern können.

(kurier / apa / sendl) Erstellt am
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