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Chronik | Österreich
06/03/2019

Lkw-Staus wegen Grenzkontrollen: Autobahn braucht Sanierung

Die Asfinag muss aufgrund der Staus vor der Salzburger Grenze am Walserberg den Asphalt erneuern.

Die deutsche Innenpolitik sorgt indirekt auf österreichischer Seite der Autobahn Salzburg-München für eine Baustelle. „Durch die 2015 aufgenommenen Grenzkontrollen wurde der rechte Fahrstreifen durch Lkw-Staus in den vergangenen Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders in den heißen Sommermonaten hat der stehende Schwerverkehr in der Autobahn immer tiefere Spurrinnen hinterlassen“, sagt Projektleiter Nico Hosp von der Asfinag.

Seit dem vergangenen Wochenende wird der betreffende Fahrstreifen saniert. Kosten wird das ganze rund 750.000 Euro, die Arbeiten sollen bis 22. Juni, also noch vor der Hauptreisezeit, abgeschlossen sein. Wegen des Pfingstwochenendes wird das Vorhaben auf dem etwa zweieinhalb Kilometer langen Abschnitt in zwei Etappen abgewickelt.

Von kommendem Samstag bis Sonntag, den 16. Juni, ruhen die Arbeiten. Aufgrund der hohen Beanspruchung wird ein spezieller Asphalt aufgetragen. Dass die Arbeiten nun, am Beginn der Hauptreisezeit, anfallen, liegt an einer anderen Großbaustelle: Aufgrund der Pistensanierung am Salzburger Flughafen stand im Mai im gesamten Land Salzburg kein Asphalt zur Verfügung.

Hoffnung auf dritte Spur

Hoffnung gibt es für Salzburg in Bezug auf die ungeliebten Grenzkontrollen. Wie berichtet geht sich die Errichtung einer dritten Kontrollspur auf deutscher Seite, die die Abwicklung deutlich beschleunigen und damit die Stau-Belastung verringern soll, nicht mehr vor der Hauptreisezeit im Sommer aus.

Offenbar prüft das deutsche Verkehrsministerium nun aber eine provisorische Lösung für den Sommer. Verkehrsminister Andreas Scheuer war dazu vergangene Woche in Salzburg. Wann es darüber eine Entscheidung geben soll, ist noch offen. Viel Zeit bleibt angesichts der nahenden Sommerferien freilich nicht mehr.

Ein komplettes Aus für die Grenzkontrollen ist aus deutschen innenpolitischen Gründen nicht realistisch. Deutschland will aber eine fixe dritte Kontrollspur errichten. Das geht sich wegen der aufgrund des Bauvolumens notwendigen Ausschreibung aber frühestens vor dem nächsten Winter aus.