Lkw blockiert Rettungsgasse: Feuerwehr in Graz verärgert

Lkw blockierten die Rettungsgasse: Die Feuerwehr kam verspätet an eine Unfallstelle auf der Südautobahn © Bild: BF Graz

"Jede Minute kann kostbar sein", sagt Einsatzleiter Pilat.

Mit einem Kommandofahrzeug und Folgetonhorn musste sich die Grazer Feuerwehr Montagnachmittag erst einmal auf der Autobahn Platz schaffen, um überhaupt zum Unfallort zu gelangen. "Die Rettungsgasse hat nicht funktioniert", ärgert sich Einsatzleiter Dieter Pilat auch noch am Tag danach. "Wenn ein verletzter Mensch auf Hilfe wartet, zählt jede Minute."

Fünf Lkw und fünf Pkw waren in den Unfall auf der A2 bei Graz verwickelt, sechs Lenker wurden leicht verletzt. Doch einen Kilometer vor der Unglücksstelle stieß die Feuerwehr auf massive Hindernisse: Mehrere Lkw ragten in die Rettungsgasse. Das kostete die Feuerwehr gute fünf bis sechs Minuten. "Das klingt jetzt nicht viel", betont Pilat. "Aber jede Minute kann kostbar sein, wenn es um das Retten von Leben geht." Er fordert, dass rücksichtslose Lenker künftig rigoros gestraft würden.

Verursacht wurde der Unfall von einem Lkw-Chauffeur, der beim Spurwechsel einen Sattelschlepper übersehen hatte. Nach dem Zusammenstoß dieser Kfz fuhren Autos und weitere Lkw auf. Aus einem Transporter flossen 6000 Liter Milch aus.

Erstellt am 12.03.2014