Chronik | Österreich
02.04.2018

Lawine auf Turracher Höhe: Skifahrer entkamen Schneemassen

Ein Polizeihubschrauber flog den Lawinenkegel im Kärntner Skigebiet ab, niemand verschüttet. Entwarnung auch in Hinterstoder.

Bei einem Lawinenabgang im Skigebiet Turracher Höhe in Kärnten sind am Ostermontag zwei Skifahrer unverletzt geblieben. Laut Polizei hatten die beiden das Abrutschen der Schneemassen abseits der Piste ausgelöst. Es habe aber klar festgestellt werden können, dass niemand unter die Lawine geraten sei, sagte ein Beamter der Landesleitstelle Kärnten.

Dabei stützte man sich auch auf Aussagen von Zeugen, die den Lawinenabgang beobachtet und bis auf die zwei Skifahrer niemanden gesehen hatten. Der Polizeihubschrauber "Libelle" der Flugeinsatzstelle Klagenfurt flog zur Sicherheit zusätzlich den Lawinenkegel ab. Die beiden Skifahrer hatten die von ihnen ausgelöste Lawine auch sogleich bei der Liftstation gemeldet.

Mitte März 2017 war ein Teil einer fünfköpfigen Skifahrergruppe in dem Bereich der Turracher Höhe unter eine selbst ausgelöste Lawine geraten. Eine 16-Jährige wurde aus den Schneemassen schwer verletzt geborgen, sie starb einen Tag später.

Hinterstoder: Keine Hinweise auf Verschüttete

Die Bergrettung Hinterstoder in Oberösterreich hat unterdessen am Montagmittag begonnen, einen Lawinenkegel auf dem Schrocken nach möglichen Verschütteten abzusuchen. Bereits tags zuvor dürfte dort eine Lawine abgegangen sein. Hinweise auf Vermisste gebe es jedoch nicht, so die Ortsstelle.

"Um 100-prozentig sicher zu gehen, dass wirklich nichts passiert ist", habe man sich aber dazu entschieden, dass Bergretter auf den Schrocken geflogen werden und das betroffene Gebiet mit einem Ortungsgerät abgehen, erklärte Ortsstellenleiter Martin Hackl.

Vermutlich am Ostersonntag sei die Lawine abgegangen. Wegen des schlechten Wetters der vergangenen Tage könne man dies aber nicht genau sagen. Bis Montagnachmittag war jedenfalls keine Abgängigkeitsanzeige bei der Bergrettung eingegangen.