Chronik | Österreich
05.04.2018

Kunasek übergab neues Sturmgewehr an die Militärpolizei

Der Verteidigungsminister sieht das Bundesheer trotz massiver Kritik am Budget auf gutem Weg.

Die Soldaten des Kommandos Militärstreife und Militärpolizei haben am Donnerstag im Rahmen eines Festaktes in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien die neue Version des Sturmgewehrs StG77 bekommen. Insgesamt 550 Stück werden bis Mai an Soldaten ausgehändigt.

Das StG77 ist seit rund 40 Jahren beim Bundesheer im Einsatz, die neue Version wurde an die Bedürfnisse der Militärpolizei angepasst und damit modernisiert. Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ), der die ersten drei Sturmgewehre persönlich übergab, lobte das Kommando Militärstreife und Militärpolizei als "hoch professionell und hoch motiviert". Die Soldaten der Militärstreife und Militärpolizei "erfüllen besondere Aufgaben und das erfordert eine besondere Ausrüstung und eine besondere Ausbildung".

 

Einmal mehr versprach der Minister, dass weiter in das Bundesheer investiert und "der Investitionsstau der vergangenen Jahren abgebaut" werde. Das könne aber nicht "sofort und im Moment und von heute auf morgen" geschehen, schränkte er ein. Um "Geduld" bat er die Soldaten auch bei der Umsetzung einer neuen Organisationsstruktur. Kunasek hat die von seinem Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) eingeleitete Strukturreform gestoppt, um sie zu evaluieren. Es ist davon auszugehen, dass vieles davon zurückgenommen wird. Solche Schritte müssten gut überlegt sein, "um nicht in einer Dauerreform hängen zu bleiben, wie das davor der Fall war", so Kunasek heute.

Der Minister verteidigte erneut das von ihm verhandelte Budget, das zuletzt von der Offiziersgesellschaft als Todesstoß für das Bundesheer kritisiert wurde. Kunasek sieht in seinem Budget "eine gute und gesunde Ausgangsbasis, um den positiven Trend fortzusetzen".