© KURIER

Tirol
02/27/2016

Kritik an FP-Kandidat wegen "NS-Verherrlichung"

Einen Tag vor der Gemeinderatswahlen in Tirol gehen die Wogen hoch. Auslöser: Mehrere Facebook-Postings.

Einen Tag vor den Gemeinderatswahlen in Tirol haben die Grünen Kritik an einem FP-Kandidaten in Zams wegen dessen "offener NS-Verherrlichung" auf Facebook geübt. Laut dem Grünen-Landessprecher Georg Willi soll der Kandidat, der auf keinem aussichtsreichen Listenplatz zu finden ist, u.a. mehrere NS-Seiten "geliked" haben. Laut einem FPÖ-Sprecher hat derartiges Gedankengut "keinen Platz in der FPÖ".

"Jegliche Verherrlichung des NS-Verbrecherstaates ist massiv verwerflich und wird von uns abgelehnt", sagte ein Sprecher der FPÖ-Landespartei, der sich gleichzeitig gegen eine Vorverurteilung des Kandidaten aussprach, am Samstag der APA: "Wir werden uns den Fall aber im Detail anschauen." Dann soll über etwaige Konsequenzen entschieden werden.

Zitat aus einer Goebbels-Rede

Willi hatte zuvor in einer Aussendung von mehreren Einträgen mit "nationalsozialistischem Bezug" berichtet. Ein Posting mit einem Foto von Parteichef Heinz-Christian Strache würde etwa die Überschrift "Nun, Volk steh auf und Sturm brich los" tragen, was einem Zitat aus der Sportpalastrede von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels entspricht. Zudem habe er Seiten geliked wie "Waffen-SS", "Leibstandarte" oder "Vaterland-Seiten".

Der Grünen-Sprecher ging davon aus, dass die Staatsanwaltschaft diesen Fall untersuchen werde. Politisch sei jedoch "klar": "So jemand hat in keiner demokratisch gewählten Vertretung etwas verloren", so Willi.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.