Chronik | Österreich
06.11.2017

Kripo warnt vor Welle an Erpresser-Mails

Bundeskriminalamt: Täter fordern 150 Euro und drohen mit Weitergabe von persönlichen Dateien.

Das Bundeskriminalamt (BK) hat am Montag vor aktuellen Erpressungsversuchen per E-Mail gewarnt. Die Kriminalisten verzeichnen "seit dem 3. November eine massive Welle an erpresserischen Mails". Die Tätergruppierung nennt sich selbst "El Hamudis" und fordert innerhalb von 72 Stunden die Zahlung von 150 Euro in Form von Bitcoins, sonst wird mit der Weitergabe aller persönlichen Daten gedroht.

Im Falle der Nichtzahlung würden alle "Daten, Fotos, Videos und Chat-Verläufe an Freunde, Bekannte und die Familie" weitergeleitet, drohen die Erpresser. "Bei uns sind bereits mehrere hundert Meldungen zu der Betrugsmasche eingegangen", sagte BK-Sprecher Vincenz Kriegs-Au. Allerdings gibt es bisher keine Geschädigten.

Nicht antworten, nicht bezahlen

Die Experten raten allen Empfängern, die Mails nicht zu beantworten und auf keinen Fall zu bezahlen. "Sollten Sie bereits Kontakt zu den Absendern aufgenommen haben, so brechen Sie diesen sofort ab. Im Falle einer bereits geleisteten Zahlung erstatten Sie bitte eine Anzeige auf der nächstgelegenen Polizeiinspektion. Dafür nehmen Sie bitte alle relevanten Dokumente mit", empfiehlt das BK.