© Eremit

Chronik Österreich
05/01/2020

Komplette Produktion umgestellt: Erfolg mit Gesichtsvisier

Der Betrieb Eremit aus dem Bezirk Bruck an der Leitha liefert bis zu 10.000 Stück der Visiere täglich.

von Theresa Bittermann

Selbst wer sich normalerweise um Marketing kümmert, stand plötzlich in der Produktionshalle und packte dort bei der Montage mit an. Denn Mitte März, als das tägliche Leben wegen der Coronakrise auf den Kopf gestellt wurde, musste beim Kunststoffverarbeiter Eremit in Wildungsmauer (Bezirk Bruck an der Leitha) alles sehr schnell gehen. In nur wenigen Tagen stellte die Firma ihren kompletten Betrieb um. Normalerweise werden dort Produkte wie zum Beispiel Werbeaufsteller hergestellt.

Zu Beginn der Corona-Krise sperrte der Handel zu, das Kerngeschäft der Firma Eremit „war daher auch gegen null gehend“, sagt Robert Trebitsch von Eremit. Da der Betrieb mit der Verarbeitung von Plexiglas zu tun hat, wurde dann die komplette Produktion prompt auf Alternativen umgestellt. So ist es gelungen, dass keiner der etwa 30 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden musste.

„In den ersten Tagen herrschte ein bisschen Chaos und Panik, es hat Zeit gebraucht Struktur in die neue Arbeitsweise zu bringen“, erzählt Trebitsch. Er ist Verkaufsleiter bei Eremit, „stand im März aber auch selbst im Lager und habe mich um eine Bestandsaufnahme gekümmert“, sagt er. Die aus der Krise entstandene Herausforderung hat für starken Zusammenhalt im Betrieb gesorgt.

Bis 10.000 Stück pro Tag

Plexiglasschutzscheiben und Gesichtsvisiere bietet die Firma nun an und die Nachfrage ist denkbar groß. Es gingen Großbestellungen von bis zu 8.000 Schutzvisieren ein. „Nutzen wir all unsere Kapazitäten könnten wir in etwa 10.000 Schutzvisiere pro Tag herstellen“, sagt Trebitsch. Abnehmer sind große Handelsketten wie Bipa, Xxx-Lutz oder die Bäckerei Felber. Aber auch Ämter, Behörden, das Justizministerium oder die ÖBB bekommen Schutzvisiere aus Wildungsmauer.

„Ein Vorteil für uns war auch, dass wir prinzipiell auf Sonderfertigungen eingestellt sind in der Produktion. Daher konnten wir auch so flexibel sein und in wenigen Tagen alles umstellen“, berichtet Trebitsch. Auch der niederösterreichische Wirtschaftslandesrat, Jochen Danninger (ÖVP) war begeistert von den Visieren: „Deutlich angenehmer als den ganzen Tag eine Maske zu tragen“, sagt er.

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