Der Leichnam wurde vom Polizeihubschrauber geborgen

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
08/07/2021

Kommt gemeinsamer Heliport von Heer und Polizei in Kärnten?

Die Flugpolizei Kärnten ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Eine Lösung könnte eine Kooperation mit dem Heer bieten.

von Anja Kröll

Lange wurde spekuliert, nun zeichnet sich ab, wie es mit der Flugpolizei in Kärnten weitergehen könnte. Möglicherweise Hand in Hand mit dem Bundesheer.

Doch der Reihe nach: 2020 wurden die baufälligen Anlagen der Flugpolizei am Flughafen Klagenfurt abgerissen. Seither stehen die zwei Polizeihubschrauber, darunter einer von nur drei Flir-Hubschraubern in ganz Österreich („Forward Looking Infra Red“ – eine Infrarotkamera, die Wärmequellen lokalisieren kann), im Bundesheer-Hangar am Flughafen zur Miete. Die sechs Flugpolizisten sitzen in Containern, nicht gerade die besten Arbeitsbedingungen. Freundlich formuliert. Lange wurde überlegt, ob man eine neue Unterkunft am Flughafen errichtet, auch Gespräche mit einer Kärntner Firma sollen bereits stattgefunden haben.

Nun zeichnet sich eine andere Lösung ab.

Zwischen Verteidigungsministerium und Innenministerium laufen offenbar Gespräche über die Errichtung eines gemeinsamen Standorts für die Hubschrauber der beiden Ministerien. In inoffiziellen Gesprächen lauten die Argumente: „Synergien nutzen, Kooperation ausbauen, bestehende Flächen nutzen“. Offizielle Stellungnahme gibt es keine. Konkret sollen die Pläne ein Areal mit Hangar und gemeinsamer Tankstelle am Bundesheer Truppenübungsplatz Atschalas im Nordosten Klagenfurts vorsehen. Wie dies mit seltenen Tieren wie Gelbbauchunken, sechs nachgewiesenen Fledermausarten oder Zugvögeln, die ebenfalls am Truppenübungsplatz leben, zusammenpasst, bleibt vorerst unbeantwortet.

Und noch weitere Fragezeichen tun sich auf: Da der Übungsplatz etwas höher als der Flughafen liegt, sei laut Experten vor allem Nebel ein Problem. Ebenso wird bekrittelt, dass die neue Flugschneise genau über die Autobahn verlaufen würde und dies für die Autofahrer zu gefährlichen Ablenkungen führen könnte. Ein Umstand, der aber ebenso auf die Einsatzstelle der Flugpolizei in Wien-Schwechat zutrifft. Hier verläuft direkt die Ostautobahn A4.

Investitionsvolumen von vier Millionen Euro

Sollte der Heliport-Deal über die Bühne gehen, könnte der Bau bereits 2022 abgeschlossen sein. Kostenpunkt: gut vier Millionen Euro. Alleine die Idee eines gemeinsamen Heliports hat jedenfalls Symbolcharakter. Sie verdeutlichen einerseits, das lange undenkbare Zusammenrücken der beiden Ministerien, und andererseits, dass man offenbar nicht mehr vom Flughafen Klagenfurt abhängig sein möchte, dessen drohende Schließung immer wieder herumgeistert.

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