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Chronik Österreich
12/15/2021

Kaum Angst vor Quarantäne: 90 Prozent der Schüler im Präsenzunterricht

Kein Omikron-Effekt an den Schulen. Erste Klassenschließungen in Wien wegen Omikron-Fällen.

von Elisabeth Holzer, Karl Oberascher

„Solange wir nicht mehr wissen - Schotten dicht“, fasste Katharina Reich, Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, die Quarantäneregeln rund um die Omikron-Mutante zusammen. Sie gelten auch österreichweit für Schulen, doch bisher hat nur die Stadt Wien restriktivere Maßnahmen bekannt gegeben: Sobald auch nur ein positiv getesteter Schüler als Omikron-Fall eingestuft wird, geht die gesamte Klasse in Quarantäne. Für 14 Tage, ohne Chance, sich vor Ablauf der Frist freizutesten.

Am Dienstagabend wurde laut einem Bericht der Kronen-Zeitung sogar eine ganze Schule komplett geschlossen. Nach der Corona-Infektion eines Schülers mit der Omikron-Variante müssen nun alle Schüler des Piaristengymnasiums in der Josefstadt für die kommenden 14 Tage zu Hause bleiben. Auch die beiden Sitznachbarn des Schülers sollen positiv getestet worden sein, Verdachtsfälle gibt es auch in zwei weiteren Klassen. Aktuell ist nur noch eine weitere Klasse wegen eines Omikron-Falls in Quarantäne.

Update: Auf KURIER-Nachfrage hieß es, dass offiziell - also von Seiten der Bildungsdirektion - nur einzelne Klassen - Stand: 15.30 Uhr: insgesamt drei - und nicht die gesamte Schule geschlossen wurde. 

Die Mutante hebelt grundsätzlich die bisherige Kontaktpersonenregelung aus. Das trifft dann eben auch genesene oder geimpfte Schüler, wenn sie mit einem Verdachtsfall zu tun hatten: Sie werden, wie Nicht-Immunisierte, als K1-Personen eingestuft, also abgesondert im Gegensatz zur Delta-Variante, wo Impfung oder Genesung für K2 reichen; Betroffene müssen nicht isoliert werden.

Mit Maske zu Hause

Bei Omikron sind es dagegen zwei Wochen Quarantäne. Tritt so ein Fall jetzt ein, wäre Weihnachten ein trauriges Fest in Isolation: Feiern mit der erweiterten Familie wären nicht erlaubt, Besuche untersagt; Wien empfiehlt in solchen Fällen allen Familienmitgliedern, zu Hause Maske zu tragen.Doch an den Schulen ist noch kein Omikron-Effekt eingetreten.

Sie sind trotz Aufhebung der Präsenzpflicht gut besucht:

Ein Rundruf in den Bildungsdirektionen ergab, dass 80 bis 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen in die Schulen kommen. Distance Learning gilt laut Bildungsministerium erst, wenn es zwei PCR-bestätigte Fälle binnen drei Tagen in einer Klasse gibt.

„Omikron ist derzeit noch kein Thema bei Klassenschließungen“, heißt es in Salzburg; im Bundesland sind 21 Klassen im Distanzunterricht, in Niederösterreich 15 Klassen, in Kärnten 25, in Wien 82 von 11.000 Klassen.

Anzeichen, dass Eltern ihre Kinder zu Hause ließen, um so etwaige Omikron-Quarantänen über Weihnachten und Silvester zu verhindern, gibt es keine. „Davon ist mir nichts bekannt“, betont die Kärntner Bildungsdirektorin Isabella Penz. In Oberösterreich sind laut Bildungsdirektion 64 Klassen geschlossen. Omikron-Verdachtsfall gab es in den Schulen keinen, allerdings ist das Bundesland ohnedies strenger: Oberösterreich sondert ab einem PCR-bestätigten Corona-Fall in der Klasse alle nicht-immunisierten Schüler ab, nicht nur Sitznachbarn.

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